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Grundlagen

Was ist eine ZUGFeRD-Rechnung?

ZUGFeRD steht für Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland. Eine ZUGFeRD-Rechnung ist eine PDF/A-3-Datei, die wie eine gewohnte Rechnung aussieht und zusätzlich eine XML-Datei mit denselben Angaben nach der Norm EN 16931 enthält. Ab dem Profil BASIC gilt sie als E-Rechnung.

rechnung-20210006.pdf PDF/A-3

Ebene 1 · PDFliest der Mensch

Digital AG

Rechnungsnummer
202100061
Datum
08.03.20262
Fällig
22.03.2026

Digital AG · Digitalstr. 40-42 · 64283 Digitalstadt

Licht? Ja! AG3
Seestraße 99
18435 Stralsund

Rechnung

BeschreibungMengeBetrag
Beratung (nach Aufwand)16 Std.1.920,00 €
Schulung (Festpreis)1 Tag1.000,00 €
Lizenz (monatlich)10 Stk.200,00 €
Summe netto
3.120,00 €4
MwSt 19 %
592,80 €5
Summe brutto
3.712,80 €6

Ebene 2 · XMLliest die Software

factur-x.xmlEN 16931 · CII
<rsm:ExchangedDocument>1  <ram:ID>20210006</ram:ID>  <ram:TypeCode>380</ram:TypeCode>  <ram:IssueDateTime>2    <udt:DateTimeString format="102">20260308</udt:DateTimeString>  </ram:IssueDateTime></rsm:ExchangedDocument><ram:BuyerTradeParty>3  <ram:Name>Licht? Ja! AG</ram:Name></ram:BuyerTradeParty><ram:SpecifiedTradeSettlementHeaderMonetarySummation>4  <ram:TaxBasisTotalAmount>3120.00</ram:TaxBasisTotalAmount>5  <ram:TaxTotalAmount currencyID="EUR">592.80</ram:TaxTotalAmount>6  <ram:GrandTotalAmount>3712.80</ram:GrandTotalAmount></ram:SpecifiedTradeSettlementHeaderMonetarySummation>
  1. RechnungsnummerBT-1
  2. RechnungsdatumBT-2
  3. KäuferBT-44
  4. Summe nettoBT-109
  5. UmsatzsteuerBT-110
  6. GesamtbetragBT-112

Die Kennungen BT-1 bis BT-112 bezeichnen Felder der EN 16931. Stimmen PDF und XML nicht überein, zählt nach dem BMF-Schreiben vom 15. Oktober 2025 der XML-Teil, auch für den Vorsteuerabzug.

Wofür die Abkürzung steht

Das Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) ist ein Zusammenschluss von Verbänden, Ministerien und Unternehmen. Es hat ZUGFeRD 2014 vorgestellt und entwickelt das Format seitdem weiter.

Die Spezifikation und die jeweils aktuelle Fassung veröffentlicht das Forum auf ferd-net.de.

Wie die Datei aufgebaut ist

Die sichtbare Rechnung ist eine PDF/A-3. Das ist eine Archivfassung des PDF-Formats, in die sich weitere Dateien einbetten lassen. Darin liegt die XML-Datei, meist unter dem Namen factur-x.xml.

Die XML folgt der Syntax Cross Industry Invoice (CII) der UN/CEFACT. Jede Angabe steht dort in einem eigenen Feld, sodass eine Software sie ohne Texterkennung übernehmen kann.

ZUGFeRD und Factur-X

In Frankreich heißt dasselbe Format Factur-X. FeRD und das französische Forum FNFE-MPE pflegen es gemeinsam, beide Namen stehen für dieselbe technische Spezifikation.

Ein französischer Empfänger kann eine ZUGFeRD-Rechnung aus Deutschland deshalb wie eine Factur-X verarbeiten, und umgekehrt.

Im XML-Teil

Aufbau und Pflichtangaben einer ZUGFeRD-Rechnung

Die Pflichtangaben nach § 14 Abs. 4 UStG stehen bei ZUGFeRD im XML-Teil, jede in einem festen Feld der EN 16931. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Felder und woher teamspace die Angabe nimmt.

Kopfdaten · § 14 Abs. 4 UStG

Fortlaufende Rechnungsnummer BT-1 beim Erstellen vergeben
Ausstellungsdatum BT-2 beim Erstellen gesetzt
Zeitpunkt oder Zeitraum der Leistung BT-72 · BG-14 Rechnungsdatum, sofern am Beleg nichts anderes steht

Verkäufer und Käufer · § 14 Abs. 4 UStG

Name und Anschrift Ihres Unternehmens BT-27 · BG-5 aus den Mandanten-Stammdaten
Steuernummer oder USt-IdNr. BT-31 · BT-32 aus den Mandanten-Stammdaten
Name und Anschrift des Kunden BT-44 · BG-8 aus der Organisation im CRM

Positionen und Steuer · § 14 Abs. 4 UStG

Menge und Art der Leistung BT-129 · BT-153 aus dem Auftrag und den Zeitbuchungen
Entgelt, nach Steuersätzen aufgeteilt BT-116 aus den Positionen berechnet
Steuersatz und Steuerbetrag BT-119 · BT-117 aus der Preisliste, berechnet

Weitere Felder im Datensatz

Rechnungsart, zum Beispiel 380 für eine Rechnung BT-3 automatisch
Fälligkeit und Zahlungsbedingungen BT-9 · BT-20 aus den Zahlungsbedingungen
Bankverbindung (IBAN) BT-84 aus dem hinterlegten Bankkonto
Käuferreferenz, bei Behörden die Leitweg-ID BT-10 am Kontakt im CRM

E-Rechnungspflicht

Ist ZUGFeRD Pflicht? Die Fristen im Überblick.

Vorgeschrieben ist die E-Rechnung, nicht ein bestimmtes Format. ZUGFeRD ist neben der XRechnung eines der zulässigen Formate. Ab wann Sie E-Rechnungen ausstellen müssen, hängt vom Umsatz Ihres Unternehmens im Vorjahr ab.

  1. 1. Januar 2025

    Empfangen muss jeder

    Jedes Unternehmen im Inland muss E-Rechnungen annehmen und verarbeiten können, also auch ZUGFeRD-Dateien. Für den Empfang reicht ein E-Mail-Postfach.

  2. Heute

    2025 und 2026

    Übergang beim Versand

    Papierrechnungen sind weiter erlaubt, eine PDF ohne XML nur mit Zustimmung des Empfängers. Eine ZUGFeRD-Rechnung dürfen Sie Unternehmen schon jetzt ohne Rückfrage schicken.

  3. 1. Januar 2027

    Pflicht ab 800.000 Euro Umsatz

    Lag Ihr Gesamtumsatz 2026 über 800.000 Euro, stellen Sie Rechnungen an Unternehmen nur noch als E-Rechnung aus. Kleinere Unternehmen dürfen 2027 noch Papier und mit Zustimmung eine PDF verschicken.

  4. 1. Januar 2028

    Pflicht für alle

    Die Übergangsregeln laufen aus. Jede Rechnung an ein anderes Unternehmen im Inland ist dann eine E-Rechnung, zum Beispiel im Format ZUGFeRD oder XRechnung.

Ausgenommen sind Rechnungen an Privatpersonen, Kleinbetragsrechnungen bis 250 Euro, Fahrausweise und Rechnungen von Kleinunternehmern. Rechtsgrundlage sind § 14 und § 27 Abs. 38 UStG in der Fassung des Wachstumschancengesetzes. Einzelheiten stehen im BMF-Schreiben vom 15. Oktober 2025 und in den Fragen und Antworten des BMF. Die Übersicht ersetzt keine Steuerberatung.

Bis zum Stichtag umstellen: Wie teamspace ZUGFeRD und XRechnung erzeugt und eingehende E-Rechnungen ausliest, zeigt die Seite zur E-Rechnung-Software.

E-Rechnung-Software ansehen

ZUGFeRD-Profile

ZUGFeRD-Profile im Vergleich: Welche gelten als E-Rechnung?

ZUGFeRD kennt sechs Profile. Sie unterscheiden sich darin, wie vollständig der XML-Teil die Rechnung beschreibt. Vier davon erfüllen die Anforderungen an eine E-Rechnung, zwei nicht.

Profil Was der XML-Teil enthält Typischer Einsatz Gilt als E-Rechnung
MINIMUM Was der XML-Teil enthältNur Kopfdaten: Rechnungsnummer, Datum, Käufer, Verkäufer, Gesamt- und Steuerbetrag. Typischer EinsatzBuchungshilfe, vor allem in Frankreich Nein
BASIC WL WL steht für without lines Was der XML-Teil enthältKopfdaten, Summen und Steuern, aber keine einzelnen Positionen. Typischer EinsatzBuchungshilfe ohne Positionsdaten Nein
BASIC Was der XML-Teil enthältKopfdaten und Positionen in einfacher Form, als Teilmenge der EN 16931. Typischer Einsatzeinfache Rechnungen mit wenigen Positionen Ja
EN 16931 früher COMFORT erzeugt teamspace Was der XML-Teil enthältAlle Angaben des Kernmodells der europäischen Norm. Typischer EinsatzStandard für Rechnungen zwischen Unternehmen Ja
EXTENDED Was der XML-Teil enthältEN 16931 und zusätzliche Felder, zum Beispiel für mehrere Lieferorte oder Rahmenverträge. Typischer EinsatzIndustrie und Handel mit umfangreichen Rechnungen Ja
XRECHNUNG Was der XML-Teil enthältXML nach den Regeln der XRechnung, eingebettet in die PDF. Typischer Einsatzwenn ein Empfänger die XRechnung-Regeln verlangt und eine PDF dazu möchte Ja

Maßgeblich ist das BMF-Schreiben vom 15. Oktober 2025: ZUGFeRD beruht auf der EN 16931 und ist als E-Rechnung zulässig, ausgenommen die Profile MINIMUM und BASIC WL. teamspace erzeugt ZUGFeRD im Profil EN 16931.

Formate

ZUGFeRD vs. XRechnung: Was ist der Unterschied?

Beide Formate gelten als E-Rechnung und beruhen auf der EN 16931. Sie unterscheiden sich darin, wer die Rechnung liest und wohin sie geht. In teamspace entstehen beide aus derselben Rechnung, und an der Organisation im CRM legen Sie fest, welches Format ein Kunde bekommt.

Merkmal

ZUGFeRD

XRechnung

Aufbau
PDF/A-3 mit eingebetteter XML
reine XML-Datei
Für Menschen lesbar
nur mit Viewer oder Software
Maschinell auswertbar
Norm
EN 16931
EN 16931 mit deutschen Zusatzregeln
XML-Syntax
CII
UBL oder CII
Typischer Empfänger
Unternehmen (B2B)
öffentliche Auftraggeber (B2G)
Übliche Übermittlung
per E-Mail
Portal oder E-Mail, je nach Behörde
Empfehlung
für Geschäftskunden
für Behörden und Kunden, die sie verlangen

Erstellen

ZUGFeRD-Rechnung erstellen: drei Wege im Vergleich.

Die drei üblichen Wege unterscheiden sich vor allem darin, wie oft Daten von Hand in ein anderes Programm übertragen werden. Jede Übertragung kostet Zeit und kann Fehler in die Rechnung bringen.

Weg 1

Word oder Excel und ein Konverter

  1. Word/Excel
  2. Konverter
  3. ZUGFeRD

Sie schreiben die Rechnung wie bisher und laden sie in einen Konverter oder einen Online-Dienst. Dort geben Sie die Daten für den XML-Teil ein zweites Mal ein oder lassen sie auslesen und prüfen sie.

Vorteile

  • Keine neue Software, kaum Kosten
  • Für wenige Rechnungen im Monat machbar

Nachteile

  • Jede Rechnung wird zweimal erfasst oder nachgeprüft
  • Fehler im XML fallen oft erst beim Empfänger auf
  • Ein Online-Dienst bekommt Ihre Rechnungsdaten
  • Eingehende E-Rechnungen sind damit nicht gelöst

Passt für: Selbstständige mit wenigen Rechnungen im Monat

Weg 2

Rechnungs- oder Buchhaltungsprogramm

  1. Stunden
  2. Buchhaltung
  3. ZUGFeRD

Viele Rechnungs- und Buchhaltungsprogramme erzeugen ZUGFeRD beim Schreiben der Rechnung. Die Leistungen tragen Sie dort ein, bei Dienstleistern meist aus einer Stundenliste oder einer anderen Zeiterfassung.

Vorteile

  • Normgerechte E-Rechnung direkt beim Schreiben
  • Rechnung und Buchhaltung im selben Programm

Nachteile

  • Stunden und Projekte liegen woanders und werden übertragen
  • Tätigkeitsnachweise gehen als eigene Datei mit
  • Ein weiteres Programm neben Projekt- und Zeiterfassung

Passt für: Betriebe, die Waren oder feste Pauschalen abrechnen

Weg 3

Empfohlen für Dienstleister

Direkt aus Auftrag und Zeiterfassung

  1. Auftrag und Stunden
  2. ZUGFeRD

Die Rechnung entsteht in der Software, in der auch Aufträge und gebuchte Stunden liegen. Die ZUGFeRD-Datei bildet sie beim Erstellen der Rechnung, ohne dass jemand Daten überträgt.

Vorteile

  • Positionen kommen aus Stunden, Festpreisen und Pauschalen
  • ZUGFeRD und XRechnung aus derselben Rechnung
  • Stundennachweise lassen sich in die Rechnung einbetten

Nachteile

  • Lohnt sich erst, wenn auch Projekte und Zeiten dort laufen
  • Die Einführung dauert einige Wochen, mit Datenübernahme und Schulung

Passt für: Dienstleister, die nach Aufwand, Festpreis oder Pauschale abrechnen

Rechnungssoftware mit ZUGFeRD ansehen

So funktioniert’s in teamspace

Vom Auftrag zur ZUGFeRD-Rechnung.

Positionen, Beträge und Stammdaten liegen in teamspace schon vor, bevor die Rechnung entsteht. Die ZUGFeRD-Datei bildet teamspace im selben Arbeitsgang.

  1. Stunden am Auftrag

    abrechenbar

    Gebuchte Stunden, Festpreise und Pauschalen sammeln sich am Auftrag. teamspace zeigt, was Sie jetzt abrechnen können.

  2. Rechnung erstellen

    ZUGFeRD im Profil EN 16931

    Aus dem Auftrag schlägt teamspace die Rechnung mit allen abrechenbaren Positionen vor. Ist die E-Rechnung eingeschaltet, entsteht dabei die ZUGFeRD-Datei und parallel die XRechnung.

  3. Vor dem Versand prüfen

    Vorschau und Freigabe

    Ein Dialog zeigt lesbar, was im XML-Teil steht. Anschrift, Bankverbindung und Leitweg-ID kommen aus den Stammdaten. Ist ein Prüf-Workflow hinterlegt, gibt jemand die Rechnung frei.

  4. Versenden

    per E-Mail

    Ihr Kunde bekommt die ZUGFeRD-Datei per E-Mail. Behörden erhalten die XRechnung auf dem Weg, den sie vorgeben, etwa über ein Portal.

ZUGFeRD und XRechnung gehören ab der Edition office zur Rechnungssoftware von teamspace.

Im Video

Über die Schulter geschaut: vom Angebot zur Rechnung

Wie die Rechnung entsteht, aus der teamspace die ZUGFeRD-Datei bildet, zeigt dieses Video. Es führt durch einen kompletten Ablauf in teamspace: vom Angebot über Projekt und Auftrag bis zur fertigen Rechnung.

7:14 Minuten · YouTube-Kanal von teamspace

Funktionen

Was teamspace an der ZUGFeRD-Rechnung übernimmt.

Die E-Rechnung gehört zur Abrechnung, die ab der Edition office enthalten ist. Diese sechs Funktionen gehören dazu.

  • Jeder Kunde bekommt das Format, das er annimmt.

    Ist die E-Rechnung eingeschaltet, erzeugt teamspace zu jeder Rechnung ZUGFeRD und XRechnung nach EN 16931. Welches Format ein Kunde bekommt, steht an seiner Organisation im CRM. Bei der einzelnen Rechnung stellt niemand etwas um.

  • Der Tätigkeitsnachweis steckt in der ZUGFeRD-Datei.

    Tätigkeitsnachweis, Kostenaufstellung oder Auftragsstatus legen Sie einmal als Anhang fest. teamspace bettet sie in die PDF/A-3 ein. Ihr Kunde bekommt eine Datei statt einer E-Mail mit drei Anhängen.

  • Sie sehen vor dem Versand, was im XML steht.

    Den XML-Teil einer E-Rechnung kann man nicht wie eine Rechnung lesen. teamspace zeigt ihn vor dem Versand als lesbare Rechnung an. So sehen Sie, was die Software Ihres Kunden bekommt.

  • Für Behörden geht dieselbe Rechnung als XRechnung raus.

    Die Leitweg-ID steht einmal am Kontakt im CRM, im Feld Käufer-Kennung (BT-10), und geht mit jeder XRechnung mit. Übermittelt wird über den Weg, den die Behörde vorgibt.

  • Eingehende ZUGFeRD-Rechnungen liest teamspace aus.

    Kommt eine ZUGFeRD-Rechnung oder XRechnung per E-Mail, erkennt teamspace sie am Anhang und markiert sie mit einem Barcode-Symbol. Ein Klick legt die Eingangsrechnung mit den ausgelesenen Daten an.

    Edition enterprise Eingangsrechnungen
  • Im GoBD-Modus bleibt jede Rechnung erhalten.

    Auf Wunsch schaltet 5 POINT den GoBD-Modus für Ihr System ein. Danach lassen sich Rechnungen, Stornos und freigegebene Belege zehn Jahre lang nicht mehr löschen, Korrekturen entstehen als eigene Belege.

„Ich spare viel Zeit beim Rechnungen schreiben.“

Die Beratung con|energy consult schreibt ihre Rechnungen mit teamspace.
con|energy consult

Rechnungssoftware

ZUGFeRD entsteht bei teamspace in der Rechnungssoftware.

Angebote, Aufträge, Rechnungen und Mahnungen laufen in teamspace in einer Software, und die ZUGFeRD-Datei entsteht beim Schreiben der Rechnung mit. Wie die Rechnungssoftware aufgebaut ist und was sie kostet, zeigt die Übersicht.

Häufige Fragen zur ZUGFeRD-Rechnung

Was ist eine ZUGFeRD-Rechnung?
Eine ZUGFeRD-Rechnung ist eine hybride E-Rechnung: eine PDF/A-3-Datei für das Auge, in die eine XML-Datei mit denselben Angaben nach der Norm EN 16931 eingebettet ist. Menschen öffnen sie wie jede PDF, eine Buchhaltungssoftware übernimmt die Daten aus dem XML-Teil. Weichen beide voneinander ab, gilt der XML-Teil.
Wie prüfe ich eine ZUGFeRD-Rechnung?
Legen Sie die PDF in den kostenlosen XRechnung- und ZUGFeRD-Validator auf teamspace.de. Er liest das eingebettete XML aus, erkennt das Profil und prüft die Daten gegen die Regeln der EN 16931. Enthält die PDF kein XML, meldet er, dass es eine reine PDF-Rechnung ist.
Reicht ein normales PDF als E-Rechnung?
Nein. Eine PDF ohne eingebettete XML-Daten ist eine sonstige Rechnung, keine E-Rechnung. Bis Ende 2026 dürfen alle Unternehmen sie mit Zustimmung des Empfängers noch verschicken, 2027 nur noch bei höchstens 800.000 Euro Vorjahresumsatz, ab 2028 niemand mehr. Rechnungen an Privatpersonen und Kleinbeträge bis 250 Euro bleiben ausgenommen.
Wie öffne ich eine ZUGFeRD-Datei?
Wie jede andere PDF, im Browser, in Acrobat Reader oder einem anderen PDF-Programm. Die XML-Datei steckt als Anhang in der PDF und heißt meist factur-x.xml; in Acrobat Reader zeigt die Büroklammer in der Seitenleiste die Anlagen an. Lesbar aufbereitet zeigen die XML-Daten Programme für Eingangsrechnungen. In teamspace stehen die ausgelesenen Felder einer eingehenden E-Rechnung im Reiter Belegdaten.
Welche ZUGFeRD-Version ist aktuell?
Das Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) entwickelt ZUGFeRD weiter und veröffentlicht die jeweils aktuelle Fassung auf ferd-net.de. Für die E-Rechnungspflicht zählt weniger die Versionsnummer als das Profil: Die heute üblichen Fassungen beruhen auf der EN 16931 und gelten als E-Rechnung, außer in den Profilen MINIMUM und BASIC WL. teamspace erzeugt ZUGFeRD in der jeweils aktuellen Version, eine Version auswählen müssen Sie nicht.
Welches ZUGFeRD-Profil brauche ich?
Für Rechnungen zwischen Unternehmen ist das Profil EN 16931 der übliche Standard. Als E-Rechnung gelten auch BASIC, EXTENDED und XRECHNUNG, nicht aber MINIMUM und BASIC WL. teamspace erzeugt ZUGFeRD im Profil EN 16931. Die Übersicht aller Profile steht weiter oben.
Was ist der Unterschied zwischen ZUGFeRD und XRechnung?
ZUGFeRD ist eine PDF mit eingebettetem XML und ohne Zusatzprogramm lesbar, üblich bei Rechnungen an Unternehmen. Die XRechnung ist eine reine XML-Datei nach deutschen Zusatzregeln, üblich bei Behörden, die dafür eine Leitweg-ID vergeben. Beide beruhen auf der EN 16931, teamspace erzeugt beide. Mehr dazu unter XRechnung erstellen.
Was ist der Unterschied zwischen ZUGFeRD und Factur-X?
Technisch keiner. Factur-X ist der französische Name desselben Formats, gepflegt von FeRD in Deutschland und FNFE-MPE in Frankreich. Eine ZUGFeRD-Rechnung aus teamspace kann ein französischer Empfänger wie eine Factur-X verarbeiten.
Wie bewahre ich ZUGFeRD-Rechnungen GoBD-konform auf?
Acht Jahre lang, unverändert und in dem Format, in dem Sie die Rechnung verschickt oder empfangen haben. Mindestens der XML-Teil muss erhalten bleiben; am einfachsten bewahren Sie die ganze Datei auf. Ein Ausdruck genügt nicht. In teamspace sorgt der GoBD-Modus dafür, dass sich Rechnungen, Stornos und freigegebene Belege nicht mehr löschen lassen. Zur GoBD gehören aber auch Abläufe im Betrieb, etwa eine Verfahrensdokumentation.
Gilt die Pflicht auch für Kleinbetragsrechnungen?
Nein. Rechnungen bis 250 Euro brutto dürfen Sie immer als sonstige Rechnung ausstellen, auf Papier oder als PDF. Das gilt auch für Fahrausweise und für Rechnungen von Kleinunternehmern. Schicken Sie trotzdem eine E-Rechnung, braucht der Empfänger dem nicht zuzustimmen.
Darf ich ZUGFeRD-Rechnungen an Privatkunden schicken?
Ja, Privatpersonen sehen eine gewöhnliche PDF. Umsatzsteuerlich braucht eine E-Rechnung an Privatpersonen allerdings deren Zustimmung, die auch stillschweigend erfolgen kann, etwa indem der Kunde die Rechnung ohne Widerspruch annimmt. In teamspace legen Sie das Format je Kunde fest, Privatkunden können weiter eine PDF ohne XML bekommen.
Brauche ich für ZUGFeRD einen Konverter?
Nur wenn Ihr Rechnungsprogramm das Format nicht selbst erzeugt. In teamspace entsteht die ZUGFeRD-Datei beim Erstellen der Rechnung, dazu die XRechnung. Einen Konverter und eine zweite Eingabe der Rechnungsdaten brauchen Sie dafür nicht.
Kann teamspace eingehende ZUGFeRD-Rechnungen auslesen?
Ja. teamspace erkennt ZUGFeRD und XRechnung im Anhang einer E-Mail und legt per Klick eine Eingangsrechnung mit den ausgelesenen Daten an. Lieferant, Beträge, Steuer und Fälligkeit stehen dann schon im Beleg. Eingangsrechnungen gehören zur Edition enterprise, mehr dazu unter Eingangsrechnungen.
Was kostet die ZUGFeRD-Rechnung in teamspace?
Die E-Rechnung hat keinen eigenen Preis. ZUGFeRD und XRechnung gehören zur Abrechnung ab der Edition office für 19 Euro je aktivem Nutzer und Monat, Eingangsrechnungen und die DATEV-Schnittstelle zur Edition enterprise für 24 Euro. Beides sind Preise bei jährlicher Laufzeit; bei kürzerer Laufzeit gilt ein Aufschlag von 10 Prozent halbjährlich, 15 Prozent quartalsweise und 20 Prozent monatlich. Details stehen unter Preise.