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Kosten- und Leistungsrechnung für Dienstleister: Stunden statt Stückzahlen.

Die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) ist das interne Rechnungswesen eines Unternehmens. Sie beantwortet eine Frage: Womit verdienen wir Geld und womit nicht? teamspace bildet sie vollständig ab, einschließlich Sekundärkosten, Umlagen und Umbuchungen, und das meiste davon läuft automatisch.

teamspace Kosten- und Leistungsrechnung in drei Stufen: links die Primärkosten aus Zeitbuchungen, Belegen, Kostenelementen und Allgemeinen Buchungen, automatisch zugeordnet. In der Mitte die Sekundärkosten: eine automatische Umlage nach Umlageschlüssel verteilt den Pool Server und Lizenzen auf drei Projekte, die Gehaltskostenstelle gibt Fehlzeiten und Leerlauf an die Projekte weiter, eine manuelle Umbuchung gibt die Hälfte einer Reise an die Schmidt AG. Rechts das Ergebnis je Projekt mit DB I und DB II, in dem die Berger AG erst mit den Sekundärkosten ins Minus rutscht.

Was ist die Kosten- und Leistungsrechnung?

Die Buchhaltung zeigt, ob das Jahr gut war. Die KLR zeigt, woran es lag.

Die Kosten- und Leistungsrechnung, kurz KLR und oft auch Kosten-Leistungsrechnung oder Kostenleistungsrechnung genannt, ordnet jeden Euro drei Fragen zu: Was ist angefallen (Kostenart), wo ist es angefallen (Kostenstelle) und wofür (Kostenträger). Den Kosten stellt sie die Leistungen gegenüber, bei Dienstleistern vor allem die verkauften Stunden. Heraus kommt der Deckungsbeitrag je Projekt, je Kunde und je Bereich. Die Finanzbuchhaltung hat eine andere Aufgabe: Sie ist für Finanzamt und Bilanz da und blickt auf das ganze Unternehmen.

Eine Kostenrechnung, die beim einzelnen Projekt aufhört, ist allerdings nur die halbe Wahrheit. IT, Verwaltung, Server und Lizenzen müssen auch bezahlt werden, Gehälter laufen im Urlaub weiter, und eine Reise für zwei Kunden steht fast nie richtig verteilt im System. teamspace bildet deshalb die ganze Kosten- und Leistungsrechnung ab, einschließlich der Sekundärkosten: automatische Umlagen nach Umlageschlüssel, eine Gehaltskostenstelle für die Personalkosten und manuelle Umbuchungen für den Einzelfall. Der Deckungsbeitrag II zeigt, was nach dieser Verteilung übrig bleibt.

Von Hand ist das unglaublich aufwendig: Stunden aus der Zeiterfassung exportieren, Eingangsrechnungen zuordnen, Gemeinkosten in Excel nach Schlüsseln verteilen, am Ende alles abstimmen, und das jeden Monat. In teamspace geht fast alles automatisch. Kostenart, Kostenstelle und Kostenträger setzt eine Regel schon beim Buchen, Umlagen laufen zu einem festen Termin, und der Deckungsbeitrag ist tagesaktuell. Sie können sich auf den Nutzen der Auswertungen konzentrieren.

Ausgangslage

Jedes Projekt rechnet sich. Nur das Unternehmen nicht.

  • IT, Verwaltung und Geschäftsführung stehen auf eigenen Kostenstellen. Die Bereiche und Projekte, die Umsatz machen, tragen davon nichts und wirken profitabler, als sie sind.
  • In der Projektauswertung stehen bewertete Stunden, nicht das echte Gehalt. Urlaub, Krankheit und Leerlauf tauchen nirgends auf.
  • Eine Reise für zwei Kunden steht komplett beim ersten Projekt. Dessen Marge sieht schlechter aus, die des zweiten besser, als sie ist.
  • Die betriebswirtschaftliche Auswertung aus der Finanzbuchhaltung kommt oft erst Wochen nach Monatsende, und Buchhaltung, Controlling und Projektleitung rechnen mit verschiedenen Excel-Ständen. Jede Besprechung beginnt mit der Frage, welche Zahl stimmt.

Dabei liegen die Daten für die Steuerung längst vor. Wer gearbeitet hat, steht in den Zeitbuchungen, was ausgegeben wurde, an Spesen und Eingangsrechnungen, was berechnet wurde, auf den Rechnungen. In teamspace entstehen sie im selben System, in dem sie ausgewertet werden. Die Kosten- und Leistungsrechnung setzt diese Daten betriebswirtschaftlich zusammen, ohne Schnittstelle und ohne Zeitversatz.

Was, wo, wofür

Jeder Euro wird aus drei Blickwinkeln gesehen.

Eine Hotelrechnung über 180 Euro: Kostenart Reisekosten, Kostenstelle Beratung, weil die Beraterin dort angestellt ist, und Kostenträger P-2026-018 Restrukturierung Müller GmbH, weil sie für dieses Projekt unterwegs war.

Was? Die Kostenart

Welche Art von Kosten oder Erlös ist entstanden: Personalkosten, Reisekosten, Fremdleistung, Lizenz, Honorarerlös.

Wo? Die Kostenstelle

In welchem Verantwortungsbereich ist der Betrag entstanden: Beratung, Entwicklung, Marketing oder Verwaltung. Kostenstellen stehen in teamspace als Baum, gebucht wird auf die Blätter.

Wofür? Der Kostenträger

Für welche Leistung ist der Betrag entstanden. Bei Dienstleistern ist das fast immer ein Projekt oder ein Vertrag, also jedes Mal ein Einzelstück. Mehrere Projekte können denselben Kostenträger verwenden, zum Beispiel alle Teilprojekte eines Rahmenvertrags.

Keine Mehrarbeit

Mitarbeitende buchen wie immer. Die Zuordnung setzt eine Regel.

Kostenart, Kostenstelle und Kostenträger werden beim Erfassen vorbelegt. Niemand muss sie auswählen, aber wer das Recht hat, kann sie überschreiben. Aufwand entsteht einmal, beim Einrichten der Stammdaten.

Kostenelement · Reisekosten

gebucht · 480,00 € · Ausgabetyp gesetzt

Regel vorbefüllt
Kostenart Koordinate 1

Reisekosten

Regel 1. Ausgabetyp
greift auf Ausgabetyp
Ergebnis Reisekosten
Kostenstelle Koordinate 2

Vertrieb

Regel 1. Mitarbeiter → 2. Kunde
greift auf Mitarbeiter
Ergebnis Vertrieb
Kostenträger Koordinate 3

Projekt Müller

Regel 1. Projekt
greift auf Projekt
Ergebnis Projekt Müller

Eine Regel pro Element-Art setzt die Zuordnung, an jedem Element automatisch, nicht von Hand kontiert.

Die Datenquellen

Vier Quellen speisen die Rechnung.

Alles, was in teamspace Kosten oder Erlöse erzeugt, kommt aus genau einer von vier Quellen. Jede davon hat einen eigenen Abschnitt zur Kosten- und Leistungsrechnung.

  • Zeitbuchungen: Stunden auf Projekte und Aufgaben, bewertet mit dem internen Kostensatz. Der Satz ist je Zeitabschnitt hinterlegt, eine Gehaltserhöhung verfälscht deshalb keine alten Monate.
  • Kostenelemente: Spesen, Provisionen und Material, also projektbezogene Sachkosten ohne Lieferantenbeleg.
  • Belege: Ausgangs- und Eingangsrechnungen, Stornos und Gutschriften, und zwar je Position. Jede Position trägt ihre eigene Kostenart, Kostenstelle und Kostenträger.
  • Allgemeine Buchungen: alles andere, etwa Gehälter, kalkulatorische Kosten wie ein Unternehmerlohn, Abgrenzungen oder Korrekturen.

Die Regel ist eine Reihenfolge, die erste Quelle mit einem Wert gewinnt. Bei Projektzeiten kommt die Kostenstelle zum Beispiel zuerst aus dem Mitarbeiter und ersatzweise aus dem Projekt, die Kostenart aus der Rubrik. Bei Belegpositionen liefert der Artikel Kostenstelle und Kostenart. Findet eine Regel nichts, bleibt das Feld leer, denn Pflicht ist keines davon. Ein Klick auf „Zurücksetzen“ holt nach einer manuellen Änderung den Regelwert zurück. Allgemeine Buchungen bleiben bewusst ohne Regel, die kontiert das Controlling selbst.

Schritt für Schritt im Hilfecenter: Regeln für Standardwerte festlegen und KLR-Felder beim Erfassen prüfen und überschreiben.

Warum Dienstleister eine andere Kostenrechnung brauchen als die Industrie

Die klassische Kostenrechnung ist in der Fabrik entstanden, mit Stückkosten, Zuschlagssätzen und Betriebsabrechnungsbogen. Ein Dienstleister verkauft keine Stückzahlen, sondern die Zeit und das Können seiner Leute.

Größter Kostenblock

Klassisch: Material und Maschinen teamspace: Personal

Das Produkt

Klassisch: Stück, Charge, Serie teamspace: Projekt, Vertrag, Ticket

Mengeneinheit

Klassisch: Stück, Kilogramm, Maschinenstunde teamspace: Personalstunde

Zentrale Steuerungsgröße

Klassisch: Stückkosten, Lagerumschlag teamspace: Auslastung, Tagessatz, Projektmarge

Lager

Klassisch: Rohstoffe und Fertigware teamspace: Keins: eine nicht verkaufte Stunde ist verloren

Gemeinkosten

Klassisch: Zuschläge auf Material und Fertigung teamspace: Verwaltung, IT, Vertrieb, Geschäftsführung, verteilt auf Bereiche und Projekte

Erstgespräch

Rechnen wir eine Ihrer Kostenstellen einmal durch.

Bringen Sie mit, was Sie heute in Excel verteilen: die IT-Kosten, ein Gehalt, eine Reise für zwei Kunden. Im Gespräch sehen Sie, wie teamspace daraus Kostenstellen, Kostenträger und Deckungsbeiträge macht.

Termin vereinbaren

Der Grundsatz

Zwei vollständige Sichten auf dieselben Euros.

Jede Buchung in teamspace trägt eine Kostenstelle und einen Kostenträger. Damit gibt es zwei Sichten auf dasselbe Geld: Die Abteilung sieht alle ihre Kosten, das Projekt sieht alle seine. Beide Summen müssen immer dasselbe echte Ergebnis zeigen.

Ein Beispiel mit vier Buchungen: eine Lizenz über 1.000 Euro und eine Reise über 400 Euro auf Kostenstelle 1, Miete über 2.000 Euro und ein Erlös über 2.000 Euro auf Kostenstelle 2. Die Kostenstellen-Sicht ergibt minus 1.400 Euro, die Kostenträger-Sicht ebenfalls. Weicht nach einer Umbuchung oder Umlage eine der beiden Summen ab, ist etwas doppelt gezählt oder verloren gegangen.

Daraus folgt eine einfache Regel: Bewegungen bleiben in ihrer Sicht. Umgebucht und umgelegt wird von Kostenstelle zu Kostenstelle oder von Kostenträger zu Kostenträger. Die einzige Brücke zwischen beiden Sichten ist die Gehaltskostenstelle, auf der nur Gehalt ohne Kostenträger liegt.

Ein Tipp aus der Praxis: Buchen Sie auch Gemeinkosten vollständig. Die allgemeine Miete gehört auf eine Kostenstelle und zusätzlich auf einen internen Kostenträger, etwa „Verwaltung“. Fehlt eine der beiden Angaben, zeigen die Kostenstellen in Summe ein anderes Ergebnis als die Kostenträger.

Ausführlich und mit Beispielen im Hilfecenter: Zwei Sichten, ein Ergebnis. Wer es selbst nachrechnen möchte, findet dort auch eine Übung zum Durchrechnen von Hand.

Sekundärbuchungen

Was im Haus entsteht, wird im Haus weiterverteilt.

Primärbuchungen kommen von außen: Zeiten, Spesen, Belege und Buchungen. Sekundärbuchungen entstehen im Haus und verschieben Werte weiter. Sie laufen über eigene Kostenarten der Klasse 9000, damit in jeder Liste sichtbar bleibt, was von außen kam und was intern verteilt wurde. teamspace kennt drei Wege:

  • Umbuchung für den Einzelfall, von Hand. Ein Berater besucht auf einer Reise zwei Kunden, die 640 Euro stehen komplett bei der Müller GmbH. Die Hälfte geht per Umbuchung an das Projekt der Schmidt AG. Das Original bleibt unverändert, die Umbuchung ist ein eigener Datensatz mit Beschreibung und Benutzer.
  • Umlage für das, was jeden Monat gleich verteilt wird. Eine Regel an der Kostenstelle oder an einem Vorkostenträger legt fest, wann, ob gleichverteilt oder nach Umlageschlüssel und wohin verteilt wird, danach läuft die Umlage automatisch. Die IT-Kosten landen so bei Beratung, Entwicklung und Support, die Serverkosten aus einem Pool bei den Wartungsverträgen.
  • Gehaltskostenstelle. Das Gehalt wird monatlich auf eine Gehaltskostenstelle gebucht. Jede gebuchte Stunde entlastet sie und belastet das Projekt, die Zeitbuchung bleibt dabei eine Primärbuchung. Was am Monatsende übrig bleibt, ist der Preis von Urlaub, Krankheit und Leerlauf, und den legt eine Umlage auf die Projekte um.

Wie Umlagen und Gehaltskostenstelle im Einzelnen funktionieren, steht auf der Seite zur Kostenstellenrechnung. Was sie im Ergebnis bewirken, zeigt die Deckungsbeitragsrechnung: Der DB I rechnet mit den Primärkosten, der DB II zusätzlich mit allem, was intern verteilt wurde.

Im Hilfecenter: Umbuchung, Umlage oder Korrektur? Der richtige Weg und Personalkosten über die Gehaltskostenstelle verrechnen.

„Wir arbeiten hauptsächlich mit der Budgetspalte.“

Bei brandwerk führt die Budgetspalte am Projekt zusammen, was an Kosten anfällt. Mit Kostenträger und Deckungsbeitrag wird daraus die Auswertung je Projekt.
brandwerk consulting group

Im System

Jede Kostenstelle hat einen eigenen Ort.

Kostenstellen, Kostenträger und Kostenarten sind in teamspace kein Merkmal an einer Buchung, sondern eigene Objekte. Alle drei haben eigene Kacheln im Bereich KLR und einen Detailmanager mit Übersicht, Stammdaten und Bewegungen. Je nach Objekt kommen Umlageregel und Plan & Analyse dazu.

Übersicht

Kacheln, Monatswerte und die Aufteilung nach Kostenarten. Die Übersicht stellt Ist, Plan und Vorjahr nebeneinander.

Stammdaten

Typ und Umlagegewicht, bei Kostenträgern dazu Leistungsbezug, Eigentümer-Kostenstelle und Zielprojekt. Der Typ entscheidet, ob ein Objekt Kosten trägt oder sie an andere weitergibt.

Bewegungen

Alle Primär- und Sekundärbuchungen. Bei Umbuchungen und Umlagen stehen Richtung, Typ und Gegenseite in der Zeile.

Umlageregel

Wann verteilt wird, ob gleichverteilt oder nach Umlageschlüssel und auf welche Ziele. Den Tab haben Kostenstellen und Vorkostenträger.

Plan & Analyse

Plan und Ist je Monat und kumuliert, dazu die kumulierte Abweichung, für Erlöse und Kosten. Bei Kostenstellen und Kostenträgern.

KLR-Analyse

Eine Analysekachel mit den Summen nach Kostenstelle, Kostenträger und Kostenart, gesamt und in Quartalen. Je Zeile steht die Überleitung: DB I plus Sekundärkosten ergibt DB II.

Plan und Ist

Eine Abweichung fällt in dem Monat auf, in dem sie entsteht.

Ohne Plan gibt es keine Abweichung, und ohne Abweichung merkt niemand rechtzeitig, dass etwas aus dem Ruder läuft. In teamspace planen Sie für jede Kostenstelle und jeden Kostenträger Erlöse und Kosten je Monat. Daneben steht das Ist, aus der Differenz entsteht die Abweichung.

Die Kundensicht entsteht dabei von selbst. Über das Zielprojekt kennt jeder Kostenträger seinen Kunden, damit gibt es Plan, Ist, DB I und DB II auch je Kunde, einschließlich der Umbuchungen und Umlagen.

  • Der Tab „Plan & Analyse“ zeigt Plan und Ist je Monat und kumuliert seit Jahresbeginn. Wächst die kumulierte Abweichung, ist das ein frühes Warnzeichen.
  • Wer plant, entscheiden Sie selbst. Naheliegend ist: Die Projektleitung plant ihre Projekte, die Abteilungsleitung ihren Bereich.
  • In Listen wie den Projektzeiten stehen Kostenart, Kostenstelle und Kostenträger als Spalte und lassen sich filtern.
  • Der Deckungsbeitrag je Projekt ist tagesaktuell, ohne auf den Monatsabschluss zu warten.

Im Hilfecenter: Plan erfassen und mit dem Ist vergleichen und KLR-Analyse auswerten.

Abgrenzung

Die KLR ersetzt nicht die Buchhaltung.

Die Finanzbuchhaltung bleibt beim Steuerberater, die Belege gehen über die DATEV-zertifizierte Schnittstelle. Die Kosten- und Leistungsrechnung läuft daneben als Steuerungssicht.

Finanzbuchhaltung (extern)

  • Für Finanzamt, Banken und Gesellschafter
  • Gesetzlich vorgeschrieben, nach HGB und Steuerrecht
  • Ergebnis: Bilanz und GuV
  • Blickt auf das ganze Unternehmen

Kosten- und Leistungsrechnung (intern)

  • Für Geschäftsführung, Bereichs- und Projektleitung
  • Freiwillig und frei gestaltbar
  • Ergebnis: Deckungsbeiträge, Kalkulation, Plan und Ist
  • Blickt auf Projekte, Kunden und Bereiche
  • Darf kalkulatorische Kosten enthalten, die in der FIBU nicht vorkommen

Kalkulatorische Kosten

Was ein Firmenwagen im Monat wirklich kostet.

Ein Firmenwagen für 36.000 Euro netto wird steuerlich über sechs Jahre abgeschrieben, also mit 6.000 Euro im Jahr. Gefahren wird er fünf Jahre, und ein neuer würde 42.000 Euro kosten. Die Kosten- und Leistungsrechnung setzt deshalb 8.400 Euro im Jahr an, die Finanzbuchhaltung bleibt bei ihren 6.000 Euro.

In teamspace steht dafür eine Allgemeine Buchung über 700 Euro im Monat auf einer Kostenart für kalkulatorische Abschreibungen. Gibt es einen Fuhrpark, laufen die Fahrzeuge auf einen Vorkostenträger, der per Umlage auf die Projekte verteilt wird. Die Steuerungssicht rechnet so mit dem tatsächlichen Verbrauch, ohne dass die Buchhaltung etwas davon übernehmen muss.

Dasselbe Beispiel Schritt für Schritt im Hilfecenter: Kosten, Aufwand, Ausgabe: KLR und Finanzbuchhaltung abgrenzen.

Weiter im Controlling

Wo die Kosten- und Leistungsrechnung weiterführt.

Die KLR ist das Gesamtsystem. Diese Seiten gehen je einem Teil davon nach.

Deckungsbeitragsrechnung

DB I und DB II je Projekt, Kunde und Bereich, mit Rechenbeispiel.

Mehr erfahren

Kostenstellenrechnung

Gemeinkosten per Umlage verteilen, Gehaltskostenstelle, Plan und Ist je Bereich.

Mehr erfahren

Berichtswesen

Projekt-, Finanz-, Mitarbeiter- und CRM-Berichte mit Drill-Down bis zur Buchung.

Mehr erfahren

Eingangsrechnungen

Lieferantenrechnungen je Position einem Projekt und einer Kostenart zuordnen.

Mehr erfahren
teamspace Controlling als Cockpit mit Kennzahlen-Kacheln für Auftragseingang, Pipeline, Umsatz, Forecast, Marge, Auslastung, Umsatz pro Mitarbeiter und Liquidität, jede mit Wert, Verlaufslinie und Ampelpunkt, darunter ein Pfad von der Kennzahl bis zum einzelnen Vorgang.

Teil des Controllings

Die Kostenrechnung ist ein Baustein des Controllings.

Kosten- und Leistungsrechnung, Deckungsbeitrag, Kostenstellen und Berichte greifen in teamspace auf dieselben Buchungen zu. Wie die Bausteine zusammenhängen, zeigt die Übersicht zur Controlling-Software.

Zur Controlling-Software

Grundlagen

Drei Stufen führen von der Kostenart zum Betriebsergebnis.

Die Kosten- und Leistungsrechnung gehört zum internen Rechnungswesen. Anders als die Finanzbuchhaltung ist sie nicht vorgeschrieben, ein Unternehmen richtet sie nach seinem eigenen Steuerungsbedarf ein. Ihr Zweck ist, Kosten ihrem Verursacher zuzuordnen. Erst dann zeigt sich, welche Leistung sich rechnet und wo Einsparpotenzial liegt.

  • Kostenartenrechnung: Welche Kosten sind angefallen? Die Kosten werden erfasst und einer Kostenart zugeordnet. Was sich direkt einem Kostenträger zuordnen lässt, sind Einzelkosten. Der Rest sind Gemeinkosten und läuft zuvor über die Kostenstellen.
  • Kostenstellenrechnung: Wo sind die Kosten angefallen? Gemeinkosten werden auf die Bereiche verteilt. Vorkostenstellen wie IT oder Verwaltung leisten für andere, Endkostenstellen wie die Beratung tragen die Kosten. Mehr dazu unter Kostenstellenrechnung.
  • Kostenträgerrechnung: Wofür sind die Kosten angefallen? Einzel- und Gemeinkosten treffen am Kostenträger zusammen. Den Erlösen gegenübergestellt, ergibt sich der Deckungsbeitrag und am Ende das Betriebsergebnis. Mehr dazu unter Deckungsbeitragsrechnung.

Die Formel ist schlicht: Leistung minus Kosten ergibt das Betriebsergebnis. In der Finanzbuchhaltung heißt das Gegenstück Ertrag minus Aufwand gleich Jahresüberschuss. Beide Rechnungen nutzen dieselben Belege, bewerten aber teilweise anders.

Worum es geht

Vom internen Rechnungswesen zur tagesaktuellen Steuerung.

Die Kosten- und Leistungsrechnung weist jeden Betrag einer Kostenart, einer Kostenstelle und einem Kostenträger zu und macht damit sichtbar, wo ein Unternehmen wirtschaftlich arbeitet. Für Dienstleister heißt das vor allem: Stunden mit internen Kostensätzen bewerten, Gemeinkosten auf Bereiche und Projekte verteilen und den Deckungsbeitrag mehrstufig rechnen, vom Projekt über den Kunden bis zum Bereich. Stücklisten, Lagerbewertung und Bilanz bleiben bewusst draußen.

Erfasst werden Stunden und Belege in der Zeiterfassung und der Rechnungssoftware, ausgewertet am Projekt und im Controlling. Die Kosten- und Leistungsrechnung ist mit der Kostenstellenplanung in den Editionen office und enterprise enthalten. Vertragspartner ist die 5 POINT AG, die teamspace seit 1999 in Darmstadt entwickelt.

Wie Sie die KLR in teamspace einrichten und bedienen, beschreibt das Hilfecenter ausführlich, beginnend mit der Einführung in die Kosten- und Leistungsrechnung.

Erstgespräch

Wir schauen gemeinsam auf Ihre Kostenstruktur.

Erzählen Sie uns, wie Sie Kosten heute verteilen und welche Auswertung Ihnen fehlt. Im Gespräch klären wir, welche Kostenstellen, Kostenträger und Umlagen zu Ihrem Unternehmen passen.

Häufige Fragen zur Kosten- und Leistungsrechnung

Was ist die Kosten- und Leistungsrechnung?
Die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) ist das interne Rechnungswesen. Sie ordnet jeden Betrag einer Kostenart (was), einer Kostenstelle (wo) und einem Kostenträger (wofür) zu und zeigt so, welche Projekte, Kunden und Bereiche Geld verdienen. Anders als die Finanzbuchhaltung ist sie freiwillig und frei gestaltbar.
Welche Aufgaben hat die Kosten- und Leistungsrechnung?
Die KLR ermittelt das Betriebsergebnis, liefert die Grundlage für Kalkulation und Preise, kontrolliert die Wirtschaftlichkeit von Projekten, Kunden und Bereichen und bereitet Entscheidungen vor, etwa über Tagessätze, Personal oder Kunden. Dafür durchläuft sie drei Stufen: Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung und Kostenträgerrechnung.
Was läuft in teamspace bei der KLR automatisch?
Kostenart, Kostenstelle und Kostenträger werden beim Buchen per Regel vorbelegt. Umlagen laufen zum hinterlegten Termin nach Umlageschlüssel, die Gehaltskostenstelle wird durch jede gebuchte Stunde entlastet, und DB I und DB II sind tagesaktuell, auch je Kunde. Von Hand bleiben die Pflege der Stammdaten und Pläne, Umbuchungen im Einzelfall und Allgemeine Buchungen wie die monatliche Gehaltsbuchung und kalkulatorische Kosten.
Ersetzt teamspace die Finanzbuchhaltung?
Nein. Die Finanzbuchhaltung bleibt beim Steuerberater, Belege und Rechnungen gehen über die DATEV-zertifizierte Schnittstelle. Die Kosten- und Leistungsrechnung läuft daneben als Steuerungssicht und darf auch kalkulatorische Kosten enthalten, etwa einen Unternehmerlohn.
Müssen Mitarbeitende für die KLR mehr erfassen?
Nein. Kostenart, Kostenstelle und Kostenträger werden in Zeitbuchungen, Kostenelementen und Belegpositionen per Regel vorbelegt. Die Regeln richten Sie einmal in der Konfiguration ein, danach bucht Ihr Team wie bisher. Allgemeine Buchungen kontiert das Controlling selbst.
Verteilt teamspace Gemeinkosten?
Ja. Gemeinkosten von IT, Verwaltung oder Geschäftsführung verteilt eine Umlageregel an der Kostenstelle, mit eigenem Termin und eigenen Zielen, gleichverteilt oder nach Umlageschlüssel. Das Umlagegewicht, etwa die Kopfzahl, steht am Ziel und gilt in allen Regeln gleich. Einzelfälle wie eine Reise für zwei Kunden gehen per Umbuchung. Die Einzelheiten stehen auf der Seite zur Kostenstellenrechnung.
Was bedeutet Summe der Kostenstellen gleich Summe der Kostenträger?
Jede Buchung trägt eine Kostenstelle und einen Kostenträger. Damit gibt es zwei vollständige Sichten auf dasselbe Geld, und beide müssen nach jeder Buchung, Umbuchung und Umlage dasselbe echte Ergebnis zeigen. Weicht eine ab, ist etwas doppelt gezählt oder verloren.
In welcher Edition ist die Kosten- und Leistungsrechnung enthalten?
Die Kosten- und Leistungsrechnung ist mit Kostenstellenplanung und Kalkulationen in den Editionen office und enterprise enthalten. Eingangsrechnungen und die DATEV-Schnittstelle gehören zur Edition enterprise.