Einstufige Deckungsbeitragsrechnung
- Erlöse minus variable Kosten ergibt den Deckungsbeitrag
- Alle Fixkosten werden in einer Summe abgezogen
- Schnell gerechnet, gut für eine erste Einschätzung
- Zeigt nicht, welcher Bereich die Fixkosten verursacht
Eine Deckungsbeitragsrechnung zieht von den Erlösen die Kosten ab, die eine Leistung direkt verursacht. Was übrig bleibt, ist der Deckungsbeitrag: der Betrag, der zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt. teamspace rechnet ihn aus Stunden, Spesen und Belegen tagesaktuell, in zwei Stufen.
Rechenbeispiel
Ein Beratungsprojekt für die Müller GmbH, Projektnummer P-2026-018. Jede Zeile kommt in teamspace aus einer eigenen Quelle, die Summe steht ohne Monatsabschluss am Projekt. Alle Beträge sind Beispielzahlen.
Definition
Die Deckungsbeitragsrechnung ist eine Teilkostenrechnung. Sie verteilt nicht alle Kosten auf jede Leistung, sondern zieht von den Erlösen nur die Kosten ab, die diese Leistung direkt verursacht. Die Formel lautet: Deckungsbeitrag = Erlöse minus variable bzw. direkt zurechenbare Kosten.
Ist der Deckungsbeitrag positiv, trägt das Projekt etwas zu Miete, Verwaltung und Geschäftsführung bei. Ist er negativ, kostet es mehr, als es einbringt, noch bevor ein Euro Gemeinkosten darauf liegt. Erst wenn die Summe aller Deckungsbeiträge die Fixkosten übersteigt, macht das Unternehmen Gewinn.
Entstanden ist das Verfahren in den 1950er bis 1970er Jahren als Gegenentwurf zur Vollkostenrechnung. Die Frage verschob sich von „Was kostet ein Stück?“ zu „Was trägt ein Stück zur Deckung der Fixkosten bei?“. Für Dienstleister passt die zweite Frage besser, weil ihr größter Kostenblock, das Personal, ohnehin fix ist.
Ein- oder mehrstufig
Die einstufige Rechnung zieht alle Fixkosten in einem Block ab. Die mehrstufige verteilt sie Schicht für Schicht und zeigt nach jeder Stufe einen eigenen Deckungsbeitrag.
Von DB I zu DB II
Der DB I enthält alle Kosten, die direkt am Projekt gebucht sind: Stunden, Fremdleistungen, Spesen. Für die Projektleitung ist das schon die wichtigste Zahl. Was fehlt, sind Kosten, die erst im Haus verteilt werden. teamspace nennt sie Sekundärbuchungen und rechnet sie in den DB II ein.
Beim Projekt der Müller GmbH sieht das mit Beispielzahlen so aus: Ein Berater hat auf einer Reise auch die Schmidt AG besucht, die 640 Euro Reisekosten standen aber komplett bei Müller. Eine Umbuchung schiebt 320 Euro zum Projekt der Schmidt AG, Müller wird entlastet. Gleichzeitig verteilt die Gehaltskostenstelle am Monatsende ihren Rest, also Urlaub, Krankheit und Leerlauf, auf die Projekte. Auf Müller entfallen 300 Euro.
Bei einem einzelnen Projekt ist der Unterschied oft klein. Auf der Ebene der Bereiche ist er größer: Dort landen die Umlagen für IT, Verwaltung und Geschäftsführung. Wie ein Supportbereich mit plus 5.000 Euro im DB I nach der IT-Umlage bei minus 2.500 Euro steht, zeigt die Seite zur Kostenstellenrechnung.
„Sowohl im Support als auch in der Projektierung haben Mitarbeiter Einsicht in Aufträge und Rechnungen. Das war vorher nicht möglich.“

In teamspace
Für den DB I braucht teamspace keinen eigenen Rechenlauf. Die Stunden kommen aus der Projektzeiterfassung und werden mit dem internen Kostensatz bewertet, der je Mitarbeiter und Zeitabschnitt hinterlegt ist. Rechnungen, Spesen und Buchungen tragen ihren Kostenträger von selbst. Wer das Projekt öffnet, sieht den Stand von heute.
Gesammelt wird auf drei Ebenen:
Die Analysekachel „Interne Kostenanalyse“ zeigt die Summen nach Kostenstelle, Kostenträger und Kostenart in Quartalen. Je Zeile steht die Überleitung: DB I plus Sekundärkosten ergibt DB II.
Wo die Hebel sitzen
Erstgespräch
Welches Ihrer Projekte trägt sich wirklich?
Nennen Sie uns ein Projekt, bei dem Sie die Marge nur schätzen. Im Gespräch zeigen wir, wie teamspace den Deckungsbeitrag daraus rechnet und welche Kostensätze und Regeln dafür nötig sind.
Weiter im Controlling
Die Deckungsbeitragsrechnung ist die Ergebnisstufe. Was davor passiert, steht hier.
Kostenart, Kostenstelle und Kostenträger an jeder Buchung, per Regel vorbelegt.
Mehr erfahrenGemeinkosten per Umlage auf die Bereiche verteilen, Gehaltskostenstelle.
Mehr erfahrenKundenanalyse mit Deckungsbeitrag und Einnahme pro Stunde je Kunde.
Mehr erfahrenBudget, Fortschritt und Forecast am einzelnen Projekt.
Mehr erfahrenFremdleistungen je Position dem Projekt zuordnen.
Mehr erfahrenDer Ablauf von der Planung bis zur Nachkalkulation.
Mehr erfahrenTeil des Controllings
Deckungsbeitrag, Kostenstellen und Berichte rechnen in teamspace mit denselben Buchungen. Wie Projekt, Kunde und Bereich zusammen ausgewertet werden, zeigt die Übersicht zur Controlling-Software.
Zur Controlling-SoftwareWorum es geht
Die Deckungsbeitragsrechnung beantwortet, ob eine Leistung mehr einbringt, als sie direkt kostet. In der Industrie ist die Leistung ein Produkt, bei Dienstleistern ein Projekt, ein Wartungsvertrag oder ein Ticket. Die mehrstufige Form zieht die Fixkosten Stufe für Stufe ab und zeigt, wo die Marge entsteht und wo sie verloren geht.
Zwei Grenzen gehören dazu. Der DB I enthält keine Gemeinkosten, ein Projekt mit gutem DB I kann das Unternehmen also trotzdem belasten. Und ein Deckungsbeitrag ist nur so genau wie die Kostensätze dahinter. Wer interne Stundensätze nie anpasst, rechnet mit einer Annahme. Die Gehaltskostenstelle zeigt, ob die Sätze zum tatsächlichen Gehalt passen.
In teamspace ist die Deckungsbeitragsrechnung Teil der Kosten- und Leistungsrechnung, die in den Editionen office und enterprise enthalten ist. Den Ablauf vom Plan bis zur Nachkalkulation beschreibt der Kostensteuerungsprozess. teamspace wird seit 1999 von der 5 POINT AG in Darmstadt entwickelt.
Verwandte Module
Erlöse und Kosten entstehen in drei Modulen und landen ohne Übertrag am Projekt.
Gebuchte Stunden werden mit dem internen Kostensatz zu Personalkosten am Projekt.
Das Projekt ist der Kostenträger, mit Plan, Ist und Deckungsbeitrag an einem Ort.
Ausgangsrechnungen liefern die Erlöse, Eingangsrechnungen die Fremdleistungen.
Erstgespräch
Im Gespräch gehen wir ein typisches Projekt mit Ihnen durch, von den Kostensätzen bis zum DB II, und klären, welche Stufen Sie für Kunden und Bereiche brauchen.