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Deckungsbeitragsrechnung für Dienstleister: je Projekt, Kunde und Bereich.

Eine Deckungsbeitragsrechnung zieht von den Erlösen die Kosten ab, die eine Leistung direkt verursacht. Was übrig bleibt, ist der Deckungsbeitrag: der Betrag, der zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt. teamspace rechnet ihn aus Stunden, Spesen und Belegen tagesaktuell, in zwei Stufen.

Deckungsbeitragsrechnung als helle Konzept-Illustration: links eine Projektkarte P-2026-018 Restrukturierung Müller GmbH mit Erlösen 120.000 Euro und den abgezogenen Kosten für Personal, Fremdleistungen, Spesen und Sonstiges bis zum DB I von 34.000 Euro, rechts eine orange Treppe von DB I über die Sekundärbuchungen Umbuchung und Restanteil Gehaltskostenstelle zum DB II, darunter drei Chips Projekt, Kunde und Bereich.

Rechenbeispiel

So rechnet sich der Deckungsbeitrag eines Projekts.

Ein Beratungsprojekt für die Müller GmbH, Projektnummer P-2026-018. Jede Zeile kommt in teamspace aus einer eigenen Quelle, die Summe steht ohne Monatsabschluss am Projekt. Alle Beträge sind Beispielzahlen.

Erlöse
120.000 € aus den Ausgangsrechnungen
minus Personal
−62.000 € gebuchte Stunden mal interner Kostensatz
minus Fremdleistungen
−18.000 € aus Eingangsrechnungen, je Position dem Projekt zugeordnet
minus Spesen und Provision
−4.500 € aus Kostenelementen
minus sonstige direkte Kosten
−1.500 € aus Allgemeinen Buchungen
= Deckungsbeitrag I
34.000 € DB-I-Marge 28,3 Prozent der Erlöse

Definition

Der Deckungsbeitrag zeigt, was eine Leistung zum Fixkostenblock beiträgt.

Die Deckungsbeitragsrechnung ist eine Teilkostenrechnung. Sie verteilt nicht alle Kosten auf jede Leistung, sondern zieht von den Erlösen nur die Kosten ab, die diese Leistung direkt verursacht. Die Formel lautet: Deckungsbeitrag = Erlöse minus variable bzw. direkt zurechenbare Kosten.

Ist der Deckungsbeitrag positiv, trägt das Projekt etwas zu Miete, Verwaltung und Geschäftsführung bei. Ist er negativ, kostet es mehr, als es einbringt, noch bevor ein Euro Gemeinkosten darauf liegt. Erst wenn die Summe aller Deckungsbeiträge die Fixkosten übersteigt, macht das Unternehmen Gewinn.

Entstanden ist das Verfahren in den 1950er bis 1970er Jahren als Gegenentwurf zur Vollkostenrechnung. Die Frage verschob sich von „Was kostet ein Stück?“ zu „Was trägt ein Stück zur Deckung der Fixkosten bei?“. Für Dienstleister passt die zweite Frage besser, weil ihr größter Kostenblock, das Personal, ohnehin fix ist.

Ein- oder mehrstufig

Mehrstufig sieht man, an welcher Stelle die Marge verloren geht.

Die einstufige Rechnung zieht alle Fixkosten in einem Block ab. Die mehrstufige verteilt sie Schicht für Schicht und zeigt nach jeder Stufe einen eigenen Deckungsbeitrag.

Einstufige Deckungsbeitragsrechnung

  • Erlöse minus variable Kosten ergibt den Deckungsbeitrag
  • Alle Fixkosten werden in einer Summe abgezogen
  • Schnell gerechnet, gut für eine erste Einschätzung
  • Zeigt nicht, welcher Bereich die Fixkosten verursacht

Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

  • Fixkosten werden nach Verursacher in Stufen abgezogen
  • DB I je Projekt, danach Kunde, Bereich und Unternehmen
  • Zeigt, ob ein Projekt sich selbst trägt und ob es auch seinen Anteil an den internen Kosten trägt
  • So rechnet teamspace, mit DB I und DB II

Von DB I zu DB II

Der DB II rechnet mit, was im Haus verteilt wurde.

Der DB I enthält alle Kosten, die direkt am Projekt gebucht sind: Stunden, Fremdleistungen, Spesen. Für die Projektleitung ist das schon die wichtigste Zahl. Was fehlt, sind Kosten, die erst im Haus verteilt werden. teamspace nennt sie Sekundärbuchungen und rechnet sie in den DB II ein.

Beim Projekt der Müller GmbH sieht das mit Beispielzahlen so aus: Ein Berater hat auf einer Reise auch die Schmidt AG besucht, die 640 Euro Reisekosten standen aber komplett bei Müller. Eine Umbuchung schiebt 320 Euro zum Projekt der Schmidt AG, Müller wird entlastet. Gleichzeitig verteilt die Gehaltskostenstelle am Monatsende ihren Rest, also Urlaub, Krankheit und Leerlauf, auf die Projekte. Auf Müller entfallen 300 Euro.

  • DB I aus den Primärbuchungen: 34.000 Euro
  • plus Entlastung aus der Umbuchung: 320 Euro
  • minus Restanteil der Gehaltskostenstelle: 300 Euro
  • DB II: 34.020 Euro

Bei einem einzelnen Projekt ist der Unterschied oft klein. Auf der Ebene der Bereiche ist er größer: Dort landen die Umlagen für IT, Verwaltung und Geschäftsführung. Wie ein Supportbereich mit plus 5.000 Euro im DB I nach der IT-Umlage bei minus 2.500 Euro steht, zeigt die Seite zur Kostenstellenrechnung.

„Sowohl im Support als auch in der Projektierung haben Mitarbeiter Einsicht in Aufträge und Rechnungen. Das war vorher nicht möglich.“

Bei A+W sehen Support und Projektierung dieselben Aufträge und Rechnungen. Aus genau diesen Aufträgen und Rechnungen rechnet teamspace den Deckungsbeitrag je Projekt.
A+W Software GmbH

In teamspace

Der Deckungsbeitrag steht am Projekt, nicht erst im Monatsbericht.

Für den DB I braucht teamspace keinen eigenen Rechenlauf. Die Stunden kommen aus der Projektzeiterfassung und werden mit dem internen Kostensatz bewertet, der je Mitarbeiter und Zeitabschnitt hinterlegt ist. Rechnungen, Spesen und Buchungen tragen ihren Kostenträger von selbst. Wer das Projekt öffnet, sieht den Stand von heute.

Gesammelt wird auf drei Ebenen:

  • Je Projekt über den Kostenträger. Teilen sich mehrere Projekte einen Kostenträger, etwa die Teilprojekte eines Rahmenvertrags, bleibt die einzelne Projektauswertung unverändert. Sekundärbuchungen sehen Sie am Kostenträger, der alle zugeordneten Projekte gemeinsam betrachtet.
  • Je Kunde über das Zielprojekt. Ein einzelnes Projekt kann gut laufen, während der Kunde insgesamt Geld kostet, etwa wegen vieler Angebote und unbezahlter Konzeptarbeit. Über das Zielprojekt kennt jeder Kostenträger seinen Kunden, und teamspace fasst Plan, Ist, DB I und DB II über alle Projekte und internen Tätigkeiten dieses Kunden zusammen, einschließlich Umbuchungen und Umlagen.
  • Je Bereich über die Kostenstelle, bis hinauf zum ganzen Unternehmen.

Die Analysekachel „Interne Kostenanalyse“ zeigt die Summen nach Kostenstelle, Kostenträger und Kostenart in Quartalen. Je Zeile steht die Überleitung: DB I plus Sekundärkosten ergibt DB II.

Wo die Hebel sitzen

Marge
je Projekt, Kunde, Bereich
Auslastung
je Mitarbeiter, Team, Abteilung
Preis
je Kunde, Vertragsart

Erstgespräch

Welches Ihrer Projekte trägt sich wirklich?

Nennen Sie uns ein Projekt, bei dem Sie die Marge nur schätzen. Im Gespräch zeigen wir, wie teamspace den Deckungsbeitrag daraus rechnet und welche Kostensätze und Regeln dafür nötig sind.

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Weiter im Controlling

Woraus der Deckungsbeitrag entsteht.

Die Deckungsbeitragsrechnung ist die Ergebnisstufe. Was davor passiert, steht hier.

Kosten- und Leistungsrechnung

Kostenart, Kostenstelle und Kostenträger an jeder Buchung, per Regel vorbelegt.

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Kostenstellenrechnung

Gemeinkosten per Umlage auf die Bereiche verteilen, Gehaltskostenstelle.

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Berichtswesen

Kundenanalyse mit Deckungsbeitrag und Einnahme pro Stunde je Kunde.

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teamspace Controlling als Cockpit mit Kennzahlen-Kacheln für Auftragseingang, Pipeline, Umsatz, Forecast, Marge, Auslastung, Umsatz pro Mitarbeiter und Liquidität, jede mit Wert, Verlaufslinie und Ampelpunkt, darunter ein Pfad von der Kennzahl bis zum einzelnen Vorgang.

Teil des Controllings

Der Deckungsbeitrag ist eine Stufe im Controlling.

Deckungsbeitrag, Kostenstellen und Berichte rechnen in teamspace mit denselben Buchungen. Wie Projekt, Kunde und Bereich zusammen ausgewertet werden, zeigt die Übersicht zur Controlling-Software.

Zur Controlling-Software

Worum es geht

Deckungsbeitragsrechnung: was sie leistet und wo sie aufhört.

Die Deckungsbeitragsrechnung beantwortet, ob eine Leistung mehr einbringt, als sie direkt kostet. In der Industrie ist die Leistung ein Produkt, bei Dienstleistern ein Projekt, ein Wartungsvertrag oder ein Ticket. Die mehrstufige Form zieht die Fixkosten Stufe für Stufe ab und zeigt, wo die Marge entsteht und wo sie verloren geht.

Zwei Grenzen gehören dazu. Der DB I enthält keine Gemeinkosten, ein Projekt mit gutem DB I kann das Unternehmen also trotzdem belasten. Und ein Deckungsbeitrag ist nur so genau wie die Kostensätze dahinter. Wer interne Stundensätze nie anpasst, rechnet mit einer Annahme. Die Gehaltskostenstelle zeigt, ob die Sätze zum tatsächlichen Gehalt passen.

In teamspace ist die Deckungsbeitragsrechnung Teil der Kosten- und Leistungsrechnung, die in den Editionen office und enterprise enthalten ist. Den Ablauf vom Plan bis zur Nachkalkulation beschreibt der Kostensteuerungsprozess. teamspace wird seit 1999 von der 5 POINT AG in Darmstadt entwickelt.

Erstgespräch

Rechnen wir Ihren Deckungsbeitrag einmal durch.

Im Gespräch gehen wir ein typisches Projekt mit Ihnen durch, von den Kostensätzen bis zum DB II, und klären, welche Stufen Sie für Kunden und Bereiche brauchen.

Häufige Fragen zur Deckungsbeitragsrechnung

Was ist eine Deckungsbeitragsrechnung?
Die Deckungsbeitragsrechnung zieht von den Erlösen einer Leistung die Kosten ab, die diese Leistung direkt verursacht. Das Ergebnis ist der Deckungsbeitrag, also der Betrag, der zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt.
Wie berechnet man den Deckungsbeitrag?
Deckungsbeitrag = Erlöse minus variable bzw. direkt zurechenbare Kosten. Beispiel: Ein Projekt mit 120.000 Euro Erlös, 62.000 Euro Personal, 18.000 Euro Fremdleistung, 4.500 Euro Spesen und 1.500 Euro sonstigen direkten Kosten hat einen DB I von 34.000 Euro.
Was ist der Unterschied zwischen ein- und mehrstufiger Deckungsbeitragsrechnung?
Die einstufige Rechnung zieht alle Fixkosten in einem Block ab. Die mehrstufige verteilt sie nach Verursacher auf Stufen, etwa Projekt, Kunde, Bereich und Unternehmen, und zeigt nach jeder Stufe einen eigenen Deckungsbeitrag.
Was ist der Unterschied zwischen DB I und DB II in teamspace?
Der DB I rechnet mit den Primärbuchungen, also allem, was direkt am Projekt oder an der Kostenstelle gebucht ist. Der DB II rechnet zusätzlich die Sekundärbuchungen ein: Umbuchungen, Umlagen und den Restanteil der Gehaltskostenstelle.
Kann teamspace den Deckungsbeitrag je Kunde zeigen?
Ja. Jeder Kostenträger kennt über sein Zielprojekt den Kunden. Damit gibt es DB I und DB II auch je Kunde, über alle Projekte und Verträge, einschließlich der Umbuchungen und Umlagen.
Wie aktuell ist der Deckungsbeitrag in teamspace?
Tagesaktuell. Stunden, Spesen und Belege tragen ihren Kostenträger schon beim Erfassen, der DB I steht deshalb ohne Monatsabschluss am Projekt. Umlagen laufen zu dem Termin, den Sie an der Regel einstellen, etwa am 3. des Folgemonats, und verteilen dann den Stand des Vormonats.