Was ist ein Stundensatz?
Der Stundensatz ist der Preis, den ein Dienstleister für eine Stunde Arbeit in Rechnung stellt. Er muss die Kosten der Stunde decken, auch die Zeit, die kein Kunde bezahlt, und einen Gewinn übrig lassen.
Vom Gehalt oder Unternehmerlohn zum Stundensatz, der die Kosten wirklich deckt. Die Excel-Datei zählt Wochenenden und Feiertage selbst, rechnet nur mit den Stunden, die Kunden bezahlen, und schlägt Gewinn und Risiko auf.
Kostenlos, ohne Anmeldung und ohne E-Mail-Adresse. Stand Oktober 2026.
Kurz erklärt
Einen Stundensatz berechnet man, indem man die Kosten eines Jahres durch die produktiven Stunden teilt, also durch die Stunden, die Kunden tatsächlich bezahlen, und darauf Gewinn und Risiko aufschlägt. Zu den Kosten zählen Gehalt oder Unternehmerlohn, Sozialversicherung oder Vorsorge und ein Anteil der Gemein- oder Betriebskosten.
Stundensatz = Jahreskosten ÷ produktive Stunden × (1 + Gewinnaufschlag + Risikoaufschlag).
Jahreskosten sind bei Angestellten das Bruttogehalt, der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, weitere Personalkosten und ein Anteil der Gemeinkosten. Bei Selbstständigen sind es Unternehmerlohn, Vorsorge, Versicherungen und Betriebskosten.
Produktive Stunden sind nicht alle Arbeitsstunden, sondern nur die, die ein Kunde bezahlt: Kalendertage minus Wochenenden, Feiertage, Urlaub, Krankheit und Weiterbildung, mal Stunden pro Tag, mal verrechenbarer Anteil.
Beispiel
Ein angestellter Senior Consultant in Hessen, geplant für 2027: 62.000 Euro Bruttogehalt, 30 Tage Urlaub, 70 % der Arbeitszeit verrechenbar. Alle Zahlen sind ausgedachte Beispielwerte, keine Durchschnitts- oder Branchenwerte. Die Buchstaben stehen genauso in der Excel-Datei und im PDF.
| Position | Wert | Rechenweg | |
|---|---|---|---|
| E | Jahreskosten (Gehalt, Arbeitgeberanteil, weitere Kosten, Gemeinkosten) | 92.420,00 € | = A + B + C + D |
| M | Arbeitstage | 210 | 365 − 104 − 6 − 2 − 30 − 8 − 5 |
| O | Anwesenheitsstunden | 1.680,00 | 210 × 8 |
| Q | Produktive Stunden (70 % verrechenbar) | 1.176,00 | 1.680,00 × 70 % |
| R | Kosten je produktiver Stunde | 78,59 € | = E ÷ Q |
| U | Stundensatz netto (15 % Gewinn, 5 % Risiko) | 94,31 € | = R × 1,20 |
| V | Stundensatz für Angebote, netto | 95,00 € | aufgerundet auf volle 5 € |
Warum nicht einfach Gehalt durch Arbeitsstunden? 62.000 Euro geteilt durch 1.680 Anwesenheitsstunden ergibt knapp 37 Euro. Das ist nicht einmal die Hälfte von dem, was diese Stunde tatsächlich kostet. Es fehlen der Arbeitgeberanteil, die Gemeinkosten und vor allem die Stunden, die niemand bezahlt: Akquise, Angebote, Verwaltung, interne Abstimmung.
Download
Die Excel-Datei arbeitet als Stundensatzrechner: Sie rechnet alles selbst und zählt die Feiertage Ihres Bundeslands. Das PDF ist dasselbe Schema zum Ausfüllen, etwa für die Besprechung mit der Steuerberatung oder zum Nachrechnen von Hand.
Stundensatz-Kalkulation (Excel)
Zwei Rechenwege: Angestellte und Selbstständige. Zählt Wochenenden und Feiertage je Bundesland selbst. Mit je einem Beispielblatt.
Excel · 25 KB · 6 Blätter
Stundensatz-Rechenblatt (PDF, ausfüllbar)
Rechenweg A bis X zum Ausfüllen, für Angestellte und Selbstständige. Seite 2 zeigt ein Beispiel mit ausgedachten Werten.
PDF · 92 KB · 2 Seiten
Die Excel-Dateien funktionieren auch in LibreOffice, Apple Numbers und Google Tabellen (dort über Datei, Importieren). Die PDFs lassen sich im Browser oder in jedem PDF-Programm am Bildschirm ausfüllen. Kein Blattschutz, kein Passwort: Sie können alles an Ihr Unternehmen anpassen.
In vier Schritten
Angestellte: Bruttogehalt, Arbeitgeberanteil, weitere Personalkosten und die Gemeinkosten, verteilt auf die Köpfe. Selbstständige: der Lohn, den Sie sich zahlen wollen, plus Vorsorge und Betriebskosten. Den Arbeitgeberanteil kennt Ihr Lohnbüro, die Vorlage hat dafür einen änderbaren Prozentwert.
Jahr und Bundesland wählen, Wochenenden und Feiertage zählt die Datei. Urlaub, geplante Krankheitstage und Weiterbildung tragen Sie ein. Nehmen Sie Ihre eigenen Erfahrungswerte, nicht die eines anderen Betriebs.
Wie viel Prozent der Arbeitszeit bezahlt ein Kunde wirklich? Wer hier zu hoch greift, rechnet sich den Satz schön. Haben Sie eine Projektzeiterfassung, nehmen Sie den Ist-Wert des Vorjahres.
Gewinn- und Risikoaufschlag festlegen. Die Datei rechnet den Satz und rundet ihn für Angebote auf volle 5 Euro. Zur Kontrolle sehen Sie, welcher Umsatz und welches Ergebnis daraus im Jahr entstehen.
Grundwissen
Kosten, Stunden und Aufschläge: die drei Stellschrauben und wo sich die meisten verrechnen.
Zuletzt aktualisiert:
Der Stundensatz ist der Preis, den ein Dienstleister für eine Stunde Arbeit in Rechnung stellt. Er muss die Kosten der Stunde decken, auch die Zeit, die kein Kunde bezahlt, und einen Gewinn übrig lassen.
Der interne Stundensatz ist das, was eine produktive Stunde kostet, in der Vorlage die Zeile R. Er ist die Untergrenze: Wer darunter verkauft, arbeitet mit Verlust. Der externe Stundensatz ist der Preis für den Kunden, in der Vorlage U und gerundet V. Den internen Satz braucht man auch später, um zu sehen, ob ein Projekt Geld verdient hat, etwa in der Deckungsbeitragsrechnung.
Im Beispiel kostet die Stelle 92.420 Euro im Jahr. Bei 70 % verrechenbarer Zeit sind das 1.176 produktive Stunden und 78,59 Euro je Stunde. Bei 60 % wären es 1.008 Stunden und 91,69 Euro. Zehn Prozentpunkte beim verrechenbaren Anteil verschieben den Satz also um mehr als 13 Euro.
Akquise, Angebote, Verwaltung, Weiterbildung und interne Abstimmung bezahlt kein Kunde direkt. Diese Zeit steckt deshalb im Satz für die bezahlten Stunden.
Zum Bruttogehalt kommt der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung. Wie hoch er ist, hängt von Krankenkasse, Umlagen und den Beitragsbemessungsgrenzen ab und ändert sich meist zum Jahreswechsel. Die Vorlage arbeitet deshalb mit einem änderbaren Prozentwert oder dem Betrag aus der Lohnabrechnung (Stand prüfen).
Dazu kommen die Gemeinkosten: Miete, IT, Software, Verwaltung. Die Vorlage verteilt sie gleichmäßig auf die Köpfe. Wer genauer rechnen will, verteilt sie nach Stunden oder nach Bereichen.
Der Unternehmerlohn ist Ihr Gehalt, vor Einkommensteuer. Davon zahlen Sie Ihre Steuern und leben. Vorsorge, Versicherungen und Betriebskosten kommen obendrauf, weil sie sonst ein Arbeitgeber tragen würde.
Der Gewinnaufschlag ist etwas anderes: Er bleibt im Unternehmen, für Rücklagen, Investitionen und schlechte Monate.
Mit allen Arbeitsstunden statt mit den bezahlten rechnen. Feiertage, Krankheit und Weiterbildung vergessen. Gemeinkosten weglassen, weil sie sowieso da sind. Und den Satz einmal ausrechnen und nie wieder prüfen. Ob er im Alltag trägt, zeigt erst die Nachkalkulation der Projekte, siehe Projektcontrolling.
Ehrlich gesagt
Einmal im Jahr den Stundensatz kalkulieren, dafür ist die Tabelle gemacht. Eng wird es, wenn Sie wissen wollen, ob die Annahmen im laufenden Jahr halten. Dafür braucht es Controlling mit echten Stunden statt Schätzwerten.
In teamspace hat jeder Mitarbeiter einen internen Stundensatz, zeitlich versioniert: Ändert sich das Gehalt, gilt der neue Satz ab seinem Datum. Aus den erfassten Stunden wird der Deckungsbeitrag laufend berechnet, und der Soll-Ist-Vergleich ist tagesaktuell.
Angebot mit Positionen nach Stunden oder pauschal, Rabatt und optionalen Leistungen. Excel rechnet Summe und Umsatzsteuer.
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Stunden je Projekt und Kunde, abrechenbar oder intern, mit Budget-Verbrauch und Wert. Dazu ein Wochenblatt als PDF.
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Abschläge und Schlussrechnung nach dem Prinzip „kumuliert minus bereits berechnet“, mit Umsatzsteuer, Zahlungen und Einbehalt.
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Rechnung für Dienstleister mit allen Pflichtangaben: nach Stunden oder pauschal, mit Kleinunternehmer-Hinweis und Checkliste.
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Nächster Schritt
Wir zeigen Ihnen in einem kurzen Gespräch, wie teamspace interne Stundensätze, erfasste Stunden und Rechnungen zum Deckungsbeitrag zusammenführt. Ob sich das für Ihr Team schon lohnt, sagen wir Ihnen ehrlich.