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Kick-off-Meeting: was am Ende des ersten Termins feststehen muss

Der Auftrag ist da, das Team steht, und jetzt sollen alle in dieselbe Richtung laufen. Was im Kick-off nicht geklärt wird, kommt später als Rückfrage oder als Streit über den Umfang zurück.

6 Minuten Lesezeit Stand:

Kurz erklärt

Was ist ein Kick-off?

Ein Kick-off, auch Kick-off-Meeting oder Projektstart-Besprechung, ist das erste gemeinsame Treffen aller Beteiligten zu Beginn eines Projekts. Dort klären sie Ziel, Umfang, Rollen, Termine und die Art der Zusammenarbeit. Am Ende soll jeder wissen, was erreicht werden soll und was er als Nächstes zu tun hat.

60–90 Min
reichen bei kleineren Kundenprojekten meist aus
2 Termine
bewähren sich: erst intern, dann mit dem Kunden
4 Fragen
müssen danach beantwortet sein

Warum sich der Termin lohnt

Jetzt kostet die Klärung eine Stunde, später ein Budget

Im Angebot steht, was verkauft wurde. Die Leute, die das Projekt umsetzen, haben es oft nur überflogen, und auf Kundenseite sitzen häufig andere Personen als die, die unterschrieben haben. Im Kick-off treffen diese Vorstellungen zum ersten Mal aufeinander.

Außerdem lernen sich die Menschen kennen. Wer den Ansprechpartner beim Kunden einmal gesehen hat, ruft eher an, wenn etwas unklar ist, statt tagelang vor sich hin zu raten.

Zwei Termine

Erst intern, dann mit dem Kunden

Interner Kick-off

Einige Tage vorher, nur das eigene Team.

  • Wie knapp ist das Budget, welcher Teil der Kalkulation wackelt?
  • Wer hat in den nächsten Wochen wirklich Zeit?
  • Welche Risiken sprechen wir beim Kunden an?

Kick-off beim Kunden

Das eigentliche Treffen, gern persönlich.

  • Warum dieses Projekt, und woran erkennen wir den Erfolg?
  • Was gehört dazu und was ausdrücklich nicht?
  • Wer entscheidet, und wie stimmen wir uns ab?

Agenda

So können 90 Minuten aussehen

Die Müller Consulting GmbH startet ein Beratungsprojekt bei der Weber GmbH. Dabei sind die Projektleiterin, zwei Berater, die Geschäftsführerin zu Beginn, der Projektverantwortliche und eine Kollegin aus dem Fachbereich.

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  • 10 Minuten: Begrüßung und Vorstellung. Wer macht was, auch auf Kundenseite.
  • 15 Minuten: Anlass und Ziel. Warum dieses Projekt?
  • 20 Minuten: Umfang. Hier sollten Sie nicht sparen.
  • 15 Minuten: Vorgehen und Termine. Phasen, Meilensteine, bekannte Engpässe.
  • 15 Minuten: Zusammenarbeit. Entscheidungen, Abstimmung, Ablage.
  • 15 Minuten: Offenes und nächste Schritte. Aufgaben mit Name und Termin.

Größere Vorhaben brauchen mehr Zeit, oft einen halben Tag. Das sind unsere Erfahrungswerte, keine Norm.

Vorbereitung

Was vorher erledigt sein sollte

Angebot und Auftrag lesen

Das ganze Team kennt, was verkauft wurde, auch die Einschränkungen.

Die richtigen Leute einladen

Auf Kundenseite gehört jemand mit Entscheidungsbefugnis dazu, zumindest für den Anfang.

Agenda vorab verschicken

Mit der Bitte, offene Fragen schon mitzubringen.

Einen Plan-Entwurf mitbringen

Über einen Entwurf lässt sich besser reden als über ein leeres Blatt.

Rollen klären

Wer leitet, wer schreibt mit, wer stellt das Projekt vor?

Online und hybrid mitdenken

Unterlagen vorher teilen und Zugangsdaten prüfen. Wer zugeschaltet ist, muss genauso zu Wort kommen.

Ergebnis

Vier Fragen, die danach beantwortet sein müssen

1

Woran erkennen wir, dass wir fertig sind?

„Der neue Prozess läuft“ reicht nicht. Besser: „Alle Standorte rechnen seit dem 1. März nach dem neuen Prozess ab.“

2

Wer entscheidet, wenn es hakt?

Auf beiden Seiten braucht es einen Namen.

3

Wie gehen wir mit Änderungen um?

Es wird welche geben. Legen Sie jetzt fest, wie sie besprochen und freigegeben werden. Mehr dazu unter Scope und Leistungsumfang.

4

Wie oft sprechen wir miteinander?

Zum Beispiel ein Jour fixe jeden Dienstag für 30 Minuten.

Häufige Fehler

Woran Kick-offs scheitern

Die Präsentation ersetzt das Gespräch

Wenn 40 Folien durchgeblättert werden, kommen die wichtigen Einwände erst später. Planen Sie mehr Zeit für Fragen als für Folien.

Die Entscheider fehlen

Wer auf Kundenseite am Ende entscheidet, sollte wenigstens am Anfang dabei sein und sagen, warum das Projekt wichtig ist.

Es gibt kein Protokoll

Schicken Sie Ziel, Umfang, Rollen und Termine noch am selben Tag herum, gern als Projektsteckbrief.

Der Termin bleibt der einzige

Auch beim besten Kick-off ändert sich unterwegs etwas. Am Ende gehören die Erfahrungen noch einmal auf den Tisch, in den Lessons Learned.

In teamspace

Was im Kick-off besprochen wird, gehört danach ins Projekt

In teamspace entsteht das Projekt per Klick aus dem Auftrag, die Positionen werden zu Teilprojekten oder Arbeitspaketen. Was Sie im Kick-off festlegen, tragen Sie direkt dort ein.

  • Projektvorlagen: Struktur, Meilensteine und Ressourcen kommen gleich mit.
  • Zeitplan als Gantt: Abhängigkeiten sind sichtbar, Nachfolger verschieben sich automatisch.
  • Rollen und Unterlagen: Bearbeiter und Verantwortliche je Teilprojekt, Dateien und Forum am Projekt.
Zeitplan eines Projekts in teamspace als Gantt-Diagramm mit Phasen und Meilensteinen.

Noch kein System im Einsatz?

Starten Sie mit unserer kostenlosen Vorlage.

Häufige Fragen

Was bedeutet Kick-off?
Der Begriff kommt vom Anstoß im Fußball. Im Beruf ist damit der gemeinsame Start eines Projekts gemeint. Üblich sind die Schreibweisen Kick-off und Kickoff.
Wie lange dauert ein Kick-off-Meeting?
Für ein kleineres Kundenprojekt reichen meist 60 bis 90 Minuten. Bei größeren Vorhaben kann es ein halber Tag werden, besonders wenn das Team den Kunden noch nicht kennt.
Was ist der Unterschied zwischen internem und externem Kick-off?
Im internen Kick-off stimmt sich das eigene Team ab, zum Beispiel über Budget, Risiken und Aufgaben. Das externe findet mit dem Kunden statt. Bei Dienstleistern lohnt es sich, das interne einige Tage vorher zu machen.
Wer lädt zum Kick-off ein?
In der Regel die Projektleitung. Wichtig ist, dass auch jemand mit Entscheidungsbefugnis auf Kundenseite dabei ist, zumindest für den Anfang.
Was gehört in das Protokoll eines Kick-offs?
Ziel und Umfang in der besprochenen Fassung, Rollen und Ansprechpartner, die nächsten Termine, offene Fragen mit Verantwortlichen und alles, was bewusst nicht zum Projekt gehört.

Nächster Schritt

Vom unterschriebenen Angebot zum laufenden Projekt ohne Abtippen?

Wir zeigen Ihnen, wie in teamspace aus dem Auftrag ein Projekt mit Struktur, Terminen und Budget wird. Ob das zu Ihren Projekten passt, besprechen wir offen.

30 Minuten, kostenlos, mit jemandem aus unserem Team in Darmstadt