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SMART-Ziele: ein Ziel, bei dem man im Nachhinein sagen kann, ob es erreicht wurde

„Wir wollen besser werden“ ist ein Wunsch. Ob es erreicht ist, kann hinterher keiner sagen. SMART ist eine Prüfliste, mit der Sie das ändern, und sie hat Schwächen, die man kennen sollte.

5 Minuten Lesezeit Stand:

Kurz erklärt

Was sind SMART-Ziele?

SMART-Ziele sind Ziele, die nach fünf Kriterien formuliert werden: spezifisch, messbar, attraktiv oder akzeptiert, realistisch und terminiert. Die Methode soll vage Vorhaben in Ziele verwandeln, die sich später eindeutig als erreicht oder verfehlt beurteilen lassen. Sie wird vor allem in Projektplanung und Mitarbeitergesprächen genutzt.

5 Kriterien
S, M, A, R, T, mit unterschiedlicher Deutung beim A
1 Ziel
pro Satz, sonst lässt sich nichts prüfen
Mit Datum
ohne Termin ist es ein Vorsatz

Die fünf Buchstaben

S, M, A, R, T mit je einer Prüffrage

Die Buchstaben sind schnell aufgezählt. Nützlicher ist die Frage, die man jeweils an sein Ziel stellt.

BuchstabePrüffrageNicht so
S: spezifischIst klar, was genau erreicht werden soll und von wem?„Der Vertrieb soll besser werden“
M: messbarWoran sehen wir, dass es erreicht ist?„Angebote sollen schneller sein“
A: attraktiv oder akzeptiertWill oder akzeptiert der Verantwortliche das Ziel?Ziel von oben verordnet, ohne Gespräch
R: realistischIst es mit den vorhandenen Mitteln machbar?Eine Verdopplung mit unverändertem Team
T: terminiertBis wann?„Möglichst bald“

Für das A kursieren mehrere Wörter: attraktiv, akzeptiert, anspruchsvoll, ausführbar. Entscheiden Sie sich in Ihrem Team für eines, sonst reden Sie bei der Prüfung aneinander vorbei.

Ein Beispiel

Vom Wunsch zum prüfbaren Ziel

Die Müller Consulting GmbH will schneller Angebote schreiben. Aus „Wir wollen schneller werden“ wird: Standardangebote liegen bis Ende des dritten Quartals innerhalb von zwei Arbeitstagen beim Kunden. Verantwortlich ist der Vertrieb, das Angebotsmuster liefert die Projektleitung.

Heute

5 Arbeitstage

Ziel

2 Arbeitstage

Erfundenes Beispiel, die Zahlen sind nur zur Anschauung. Das Datum bewusst relativ, damit es nicht veraltet.

Typische Fehler

Wo SMART-Ziele schief gehen

1

Mehrere Ziele in einem Satz

„Umsatz steigern und Kosten senken und Kunden binden“ ist drei Ziele. Teilen Sie auf, sonst ist am Ende die Hälfte erreicht und niemand weiß, ob das reicht.

2

Messbar, aber ohne Ausgangswert

„20 Prozent mehr“ nützt nichts, wenn niemand weiß, wovon. Notieren Sie, wo Sie heute stehen.

3

Zielkonflikte unter den Tisch

Schneller und billiger und besser geht selten gleichzeitig. Legen Sie fest, was im Zweifel zuerst kommt.

4

Nie wieder angeschaut

Ein Ziel, das nur im Jahresgespräch auftaucht, steuert nichts. Prüfen Sie es zu festen Terminen.

Ehrlich gesagt

Wofür SMART taugt und wofür nicht

Dafür taugt es

  • Projektziele mit klarem Ergebnis und Termin
  • Vereinbarungen, bei denen später Streit über den Erfolg droht
  • Ziele, die Sie im Projektsteckbrief festhalten

Dafür weniger

Wo das Ergebnis sich nicht in einer Zahl fassen lässt, wird SMART schnell zur Zahlenakrobatik.

  • Kreative Aufgaben, bei denen der Weg offen ist
  • Ziele, die eine Richtung vorgeben sollen, nicht eine Messlatte
  • Sehr unsichere Vorhaben, bei denen sich die Lage laufend ändert

Nach dem Aufschreiben

Ein Ziel ist erst dann gut, wenn Sie es unterwegs prüfen

Legen Sie schon beim Formulieren fest, wann Sie nachsehen. Bei einem Ziel bis Quartalsende genügt ein Termin zur Hälfte der Zeit: Stehen wir da, wo wir sein wollten, und wenn nicht, ändern wir das Ziel oder die Mittel?

Ändern sich die Rahmenbedingungen, ist es kein Scheitern, ein Ziel anzupassen. Schreiben Sie dann auf, warum, damit die Änderung später nachvollziehbar bleibt.

In teamspace

Ziele, die im Projekt wiederzufinden sind

Ziele gehören ins Projekt und nicht in ein Dokument daneben. In teamspace legen Sie Budget und Zeitvorgabe als Rahmenbedingungen fest und setzen Meilensteine für die Termine.

  • Rahmenbedingungen: Budget und Zeitvorgabe je Projekt, wahlweise manuell oder aus den untergeordneten Projekten summiert.
  • Meilensteine: Projektbezogen oder global, mit einstellbarem Vorwarndatum.
  • Fortschritt: Status und Fortschritt in Prozent, bei übergeordneten Elementen aus den untergeordneten berechnet.
Zeitplan eines Projekts in teamspace als Gantt-Diagramm mit Phasen und Meilensteinen.

Noch kein System im Einsatz?

Starten Sie mit unserer kostenlosen Vorlage.

Häufige Fragen

Wofür steht SMART bei Zielen?
SMART steht für spezifisch, messbar, attraktiv oder akzeptiert, realistisch und terminiert. Die Buchstaben bilden zusammen das englische Wort für „klug“ oder „schlau“.
Was ist der Unterschied zwischen SMART-Zielen und OKR?
SMART-Ziele sind einzelne, prüfbare Vorgaben. Bei OKR steht ein Ziel mit einer Richtung vorne, dazu kommen messbare Ergebnisse. OKR lassen mehr Spielraum und passen besser, wenn der Weg offen ist.
Wie formuliert man SMART-Ziele richtig?
Schreiben Sie ein Ziel pro Satz, mit Zahl, Ausgangswert, Verantwortlichem und Termin. Fragen Sie danach jeden Buchstaben ab. Wenn eine Antwort fehlt, ist das Ziel noch nicht fertig.
Was bedeutet das A in SMART?
Meist attraktiv oder akzeptiert: Der Verantwortliche soll das Ziel wollen. Manche lesen es als „ausführbar“ oder „anspruchsvoll“. Wichtig ist nur, dass Sie im Team dasselbe meinen.
Gibt es SMART-Ziele auch für Mitarbeitergespräche?
Ja, dort werden sie oft eingesetzt. Wichtig ist, dass der Mitarbeiter das Ziel beeinflussen kann und dass beide den Prüftermin kennen.
Was ist eine SMART-Erweiterung wie SMARTER?
Das sind Erweiterungen, die je nach Quelle unterschiedlich gedeutet werden. Meist geht es darum, ein Ziel regelmäßig zu prüfen und bei Bedarf anzupassen. Der Gedanke ist sinnvoll, Sie brauchen dafür aber keine neuen Buchstaben.

Nächster Schritt

Projektziele, die im Alltag sichtbar bleiben?

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Budget, Termine und Fortschritt in teamspace am Projekt verfolgen. Ob das zu Ihrer Projektarbeit passt, besprechen wir offen.

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