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Was ist ein ERP-System, und wann braucht ein Unternehmen eines?

Der Begriff klingt nach Großkonzern und jahrelanger Einführung. Dahinter steckt aber eine einfache Idee: Alle Bereiche eines Unternehmens arbeiten mit denselben Daten. Ob sich das lohnt, hängt weniger von der Größe ab als davon, wie viel heute doppelt gepflegt wird.

6 Minuten Lesezeit Stand:

Kurz erklärt

Was ist ein ERP-System?

Ein ERP-System ist eine Software, die zentrale Abläufe eines Unternehmens in einem gemeinsamen Datenbestand zusammenführt, zum Beispiel Vertrieb, Einkauf, Personal und Abrechnung. ERP steht für Enterprise Resource Planning, also die Planung der Ressourcen eines Unternehmens. Jede Information wird einmal erfasst und steht danach allen Bereichen zur Verfügung, die sie brauchen.

ERP
steht für Enterprise Resource Planning
1 × erfassen
gemeinsame Daten statt vieler Programme und Tabellen
Cloud
oder eigener Server: im Browser oder im Haus

Die Idee an einem Beispiel

Ein Auftrag, einmal ohne und einmal mit ERP

Die Müller Consulting GmbH hat ein Angebot an die Weber GmbH geschickt und bekommt den Auftrag. Keiner dieser Schritte ist für sich genommen schwierig. Kosten entstehen durch das Übertragen und durch Fehler dabei.

SchrittMit einzelnen ProgrammenMit einem ERP-System
Kunde anlegenAdresse in CRM, Rechnungsprogramm und ProjektlisteEinmal, alle Bereiche greifen darauf zu
Projekt startenPositionen aus dem Angebot abtippenProjekt entsteht aus dem Auftrag
Stunden erfassenStundenzettel, die jemand sammeltBuchung direkt auf das Projekt
Rechnung schreibenStunden aus der Liste übertragenRechnung entsteht aus den gebuchten Stunden
AuswertenMehrere Exporte in Excel zusammenführenBericht aus denselben Daten

Was dazugehört

Welche Bereiche ein ERP-System abdeckt

Der Begriff ist nicht genau festgelegt. Ein Maschinenbauer und eine Unternehmensberatung brauchen sehr verschiedene Systeme, auch wenn beide „ERP“ sagen. Vor der Auswahl steht deshalb die Frage, wofür ein System gebaut wurde.

Vertrieb und Kunden

Kontakte, Angebote, Aufträge.

Abrechnung

Rechnungen, Mahnungen, oft eine Übergabe an die Buchhaltung.

Personal

Mitarbeiterdaten, Urlaub, Arbeitszeit.

Einkauf

Bestellungen und Eingangsrechnungen.

Lager und Produktion

Bestände und Fertigung, vor allem bei Herstellern und Händlern.

Projekte und Zeiterfassung

Vor allem bei Dienstleistern. Dafür gibt es auch den Begriff PSA-Software.

Arten von ERP-Systemen

Cloud, eigener Server oder beides

ArtSo läuft esWorauf Sie achten sollten
Cloud-ERPBeim Anbieter, Zugriff über den BrowserWo liegen die Daten, wie werden sie geschützt, wie kommen sie wieder heraus?
On-PremiseAuf eigenen Servern im HausBetrieb, Updates und Sicherung liegen bei Ihnen
HybridEin Teil in der Cloud, ein Teil im HausBeide Welten müssen zusammen betreut werden

Mehr zur ersten Variante steht auf unserer Seite zu Cloud-ERP-Software für Dienstleister.

Ehrlich gesagt

Was dafür spricht und was dagegen

Das spricht dafür

  • Daten werden nur einmal gepflegt und stimmen überall überein
  • Stunden und Leistungen gehen beim Abrechnen seltener verloren
  • Fragen nach Auslastung oder Gewinn je Projekt lassen sich ohne Vorbereitung beantworten

Das sollten Sie mit einrechnen

  • Einführung, Schulung und die eigene Zeit, nicht nur die Lizenzen
  • Abhängigkeit von einem Anbieter, deshalb vorher nach Export und Schnittstellen fragen
  • Abläufe müssen geklärt werden, ein System repariert keine ungeklärten Prozesse

Wann es sich lohnt

Eine feste Grenze bei der Mitarbeiterzahl gibt es nicht

Diese Anzeichen sagen mehr:

  • Dieselben Daten stehen an mehreren Stellen und stimmen nicht überein.
  • Stunden oder Leistungen werden erst Wochen später abgerechnet, manche nie.
  • Nur eine Person versteht die zentrale Excel-Datei wirklich.
  • Ab 2027 und 2028 wird die E-Rechnung auch beim Ausstellen zur Pflicht, und das heutige Programm kann sie nicht.

Für drei Leute mit überschaubaren Projekten reichen oft noch gute Vorlagen. Das ist kein Fehler, sondern solange sinnvoll, wie der Aufwand gering bleibt.

Vor der Auswahl

Sechs Fragen an jeden Anbieter

1

Für wen ist das System gebaut?

Lassen Sie sich Kunden aus Ihrer Branche zeigen.

2

Was soll konkret besser werden?

Zwei, drei benannte Probleme helfen mehr als eine lange Funktionsliste.

3

Können wir schrittweise einführen?

Alles auf einmal umzustellen, ist für kleinere Unternehmen das größte Risiko.

4

Wie kommen die Daten hinein und heraus?

Fragen Sie nach Import, Export und Schnittstellen, auch für den Fall einer Trennung.

5

Wo liegen die Daten?

Bei Cloud-Systemen zählen Standort des Rechenzentrums, Zertifizierung und der Vertrag zur Auftragsverarbeitung.

6

Was kostet das Ganze wirklich?

Neben den Lizenzen zählen Einrichtung, Schulung und die eigene Zeit. Gesamtlösung oder Spezialprogramme? Dazu unser Vergleich.

Unser Ansatz

teamspace ist ein Cloud-ERP für Dienstleister

Wir bauen teamspace für Unternehmen, die Zeit und Wissen verkaufen, etwa Beratungen, IT-Dienstleister, Agenturen und Ingenieurbüros. Lager und Produktion decken wir nicht ab, die Buchhaltung bleibt bei Ihrem Steuerbüro oder in DATEV.

  • Alles an denselben Daten: Zeiterfassung, Projekte, CRM, Abrechnung, Ticketsystem und Personal.
  • Im Browser: gehostet in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Frankfurt am Main.
  • Klare Grenzen: keine Warenwirtschaft mit Lager, keine Lohnabrechnung, Buchungsdaten gehen an DATEV.
Startseite von teamspace mit Suche und Kacheln zu Neuigkeiten, Projekten und Belegen.

Häufige Fragen

Wofür steht die Abkürzung ERP?
ERP steht für Enterprise Resource Planning. Auf Deutsch spricht man von Unternehmensressourcenplanung, gebräuchlich ist aber fast nur die Abkürzung. Gemeint sind Ressourcen wie Personal, Material, Geld und Zeit.
Was ist der Unterschied zwischen ERP und CRM?
Ein CRM kümmert sich um Kundenkontakte und Vertrieb. Ein ERP umfasst mehr Bereiche, darunter häufig auch den Vertrieb. Viele ERP-Systeme enthalten deshalb ein CRM, und es gibt CRM-Systeme, die an ein ERP angebunden werden.
Ist ein ERP-System nur etwas für große Unternehmen?
Nein. Für kleine und mittlere Unternehmen gibt es Systeme, die im Browser laufen und schrittweise eingeführt werden. Entscheidend ist, ob getrennte Programme im Alltag Arbeit verursachen, und nicht die Zahl der Mitarbeitenden.
Was ist ein Cloud-ERP?
Bei einem Cloud-ERP läuft die Software beim Anbieter oder in dessen Rechenzentrum, und Sie nutzen sie über den Browser. Sie brauchen keinen eigenen Server, sollten aber prüfen, wo die Daten liegen und wie der Anbieter sie schützt.
Was macht ein ERP für Dienstleister anders?
Bei Herstellern und Händlern stehen Material und Lager im Mittelpunkt. Bei Dienstleistern stehen Stunden und Projekte im Mittelpunkt. Ein passendes System führt deshalb Zeiterfassung, Projekte und Abrechnung zusammen. Dafür gibt es auch den Begriff PSA-Software, für Professional Services Automation.

Nächster Schritt

Passt ein ERP-System überhaupt schon zu Ihnen?

Im Erstgespräch schauen wir uns an, mit welchen Programmen und Tabellen Sie heute arbeiten und was davon teamspace übernehmen könnte. Wenn es noch zu früh ist, sagen wir das auch.

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