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Dashboard: wenige Zahlen, die jemand wirklich ansieht

Ein Dashboard soll in zehn Sekunden zeigen, ob alles läuft. Viele werden zu Zahlenfriedhöfen, auf die nach dem zweiten Monat niemand mehr schaut. Hier steht, was ein Dashboard ausmacht, welche Kennzahlen für Dienstleister taugen und woran gute Übersichten zu erkennen sind.

5 Minuten Lesezeit Stand:

Kurz erklärt

Was ist ein Dashboard?

Ein Dashboard ist eine Übersichtsseite, die die wichtigsten Kennzahlen und Zustände eines Bereichs auf einen Blick zeigt, meist als Zahlen, Diagramme oder Ampeln. Das englische Wort heißt wörtlich Armaturenbrett. Es zeigt, wo Sie stehen. Für das Warum braucht es den Bericht dahinter.

5 bis 7
Kennzahlen sind meist genug für eine Übersicht
1 Frage
sollte jede Zahl beantworten, sonst fliegt sie raus
Wer sieht was
ist ein Berechtigungsthema, kein Schönheitsthema

Abgrenzung

Das Dashboard zeigt den Zustand, der Bericht erklärt ihn

Die beiden werden gern verwechselt. Wer sie auseinanderhält, baut kürzere Übersichten und ehrlichere Berichte.

DashboardBericht
FrageIst alles in Ordnung?Woran liegt das, und was genau ist passiert?
UmfangEine Seite, wenige WerteViele Zeilen, Filter, Zeiträume
NutzungTäglich oder wöchentlich, im VorbeigehenBei Bedarf, zur Analyse
Wer liestGeschäftsführung, TeamleitungControlling, Projektleitung

Beides gehört zusammen: Auf eine auffällige Zahl im Dashboard folgt der Klick in den Bericht, der sie erklärt.

Was draufgehört

Fünf Kennzahlen für einen Dienstleister

Das Beispiel gilt für ein Unternehmen, das Zeit verkauft. Ein Händler oder ein Produktionsbetrieb wählt andere.

1

Auslastung

Wie viel der verfügbaren Stunden wurde verrechenbar gebucht? Legen Sie vorher fest, ob Urlaub und Krankheit herausgerechnet werden.

2

Offene Angebote

Anzahl und Summe der Angebote, die ohne Antwort sind. Daran sehen Sie den Auftragseingang von morgen.

3

Forderungen

Rechnungen, die überfällig sind. Die Summe zählt, mehr noch die Zahl der Tage.

4

Projektbudget

Welche Projekte haben bereits mehr als drei Viertel ihres Budgets verbraucht? Eine Liste, kein Diagramm.

5

Neue Anfragen

Wie viele Tickets oder Anfragen sind diese Woche eingegangen, und wie viele sind noch unbeantwortet?

Ein Beispiel

Warum 70,6 Prozent Auslastung allein nichts sagen

Bei der Müller Consulting GmbH stehen im Oktober vier Beraterinnen und Berater mit je 152 verfügbaren Stunden im Plan. Zusammen sind es 608 Stunden, davon wurden 429 verrechenbar gebucht. Das ergibt 429 ÷ 608 × 100 = 70,6 Prozent. Die Einzelwerte sehen anders aus.

Beraterin A

118 h
34 h

Berater B

96 h
56 h

Berater C

131 h
21 h

Beraterin D

84 h
68 h

Orange ist verrechenbar gebucht, grau der Rest der 152 Stunden. Die Einzelwerte: 77,6 / 63,2 / 86,2 / 55,3 Prozent. Der Durchschnitt versteckt, dass C am Limit arbeitet und D Luft hat. Die Zahlen sind erfunden.

Woran Sie es erkennen

Wann ein Dashboard benutzt wird und wann nicht

Das spricht für ein gutes Dashboard

  • Jede Zahl hat einen Namen, eine Definition und einen Besitzer, der sie erklären kann
  • Abweichungen sind erkennbar, ohne dass man erst rechnen muss
  • Ein Klick führt zur Ursache, zum Beispiel ins Projekt oder zum Kunden
  • Die Daten sind so aktuell, wie die Entscheidung es braucht

Das sind Warnzeichen

Dann hilft keine hübschere Darstellung. Streichen Sie, bis nur noch übrig bleibt, was jemand wirklich entscheidet.

  • Die Seite zeigt, was sich leicht messen lässt, nicht was wichtig ist
  • Niemand weiß, ab welchem Wert zu handeln ist
  • Zwei Auswertungen zeigen für dieselbe Kennzahl verschiedene Werte
  • Die Zahlen sind von letzter Woche, und keiner weiß es

Wer was sehen darf

Auf der Übersicht stehen auch Gehälter und Umsätze

Ein Dashboard bündelt Daten aus mehreren Bereichen. Dabei geraten Werte nebeneinander, die nicht jeder sehen sollte: Stundensätze, Umsätze je Kunde, Auslastung einzelner Personen. Klären Sie deshalb zuerst, wer welche Übersicht bekommt, und bauen Sie sie nicht erst für alle und beschränken später.

Personenbezogene Werte wie die Auslastung einzelner Beschäftigter gehören nicht automatisch auf eine Seite für das ganze Team. Besprechen Sie das vorher mit dem Betriebsrat, wenn es einen gibt.

In teamspace

Die Zahlen hinter dem Dashboard

teamspace hat dafür das Berichtswesen. Einen frei modellierbaren Dashboard-Baukasten wie in einer Software für Datenanalyse gibt es nicht. Die Berichte sind vordefiniert und über Filter anpassbar.

  • Berichte nach Bereichen: Projekt-, Finanz-, Mitarbeiter-, CRM- und Ticketberichte, unter anderem Mitarbeiterauslastung, Zukünftige Einnahmen und Kundenanalyse.
  • Filtern und eingrenzen: Ansicht, Zeitraum und Filter wählen, per Drill-Down zur Datenherkunft, drucken, exportieren oder als Favorit merken.
  • Per Mail: Ein Ad-hoc-Bericht informiert über Aufgaben, Warnungen und Wiedervorlagen, das Intervall stellt jeder selbst ein.
Auswertung in teamspace mit Balken im Zeitverlauf und Summen je Zeile.

Häufige Fragen

Was bedeutet Dashboard auf Deutsch?
Wörtlich Armaturenbrett, so wie im Auto. Gemeint ist eine Übersichtsseite mit Anzeigen, die den Zustand eines Systems oder Unternehmens zeigen.
Wie erstellt man ein Dashboard?
Beginnen Sie bei der Frage, nicht beim Werkzeug: Wer entscheidet was, und welche Zahl braucht er dafür? Legen Sie dann je Kennzahl Definition, Datenquelle und Grenzwert fest, und bauen Sie erst danach die Ansicht.
Was ist der Unterschied zwischen Dashboard und Reporting?
Ein Dashboard zeigt den aktuellen Zustand auf wenigen Zahlen. Das Reporting liefert die Details, meist als Bericht für einen Zeitraum. Das Dashboard weist auf Auffälliges hin, der Bericht erklärt es.
Wie viele Kennzahlen gehören auf ein Dashboard?
Fünf bis sieben sind meist genug. Das ist keine feste Regel, sondern Erfahrung. Je mehr Werte nebeneinanderstehen, desto weniger davon wird gelesen.
Wie aktuell müssen die Daten in einem Dashboard sein?
So aktuell, wie die Entscheidung es verlangt. Die Auslastung für das Wochengespräch muss nicht im Minutentakt stimmen, offene Tickets im Support schon eher. Wichtig ist, dass der Stand sichtbar ist.
Was ist ein Dashboard im Controlling?
Eine Übersicht der Steuerungsgrößen wie Umsatz, Deckungsbeitrag, Auslastung oder Forderungen, meist mit Soll-Ist-Vergleich. Sie ist die Eingangstür zu den Detailberichten.

Nächster Schritt

Auslastung, Forderungen und Budget an einer Stelle?

Wir zeigen Ihnen, welche Berichte teamspace für Projekte, Finanzen und Mitarbeiter mitbringt. Ob das für Ihre Steuerung reicht, besprechen wir offen.

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