Cloud-Software: Sie nutzen sie, der Anbieter betreibt sie
Das Wort Cloud wird für fast alles benutzt, vom Foto-Speicher bis zum Rechenzentrum. Für Unternehmen heißt es im Kern: Die Software läuft nicht bei Ihnen, sondern beim Anbieter. Hier steht, was das praktisch ändert und wo Ihre Verantwortung trotzdem bleibt.
5 Minuten Lesezeit Stand:
Kurz erklärt
Was ist Cloud-Software?
Cloud-Software ist Software, die nicht auf eigenen Rechnern oder Servern läuft, sondern im Rechenzentrum eines Anbieters und über das Internet genutzt wird, meist im Browser. Das Fachwort für diese Form ist Software as a Service, kurz SaaS. Der Anbieter betreibt Server und Programm und spielt Updates ein, die Nutzer zahlen für die Nutzung.
- 3 Modelle
- IaaS, PaaS und SaaS unterscheiden sich darin, wie viel der Anbieter betreibt
- 3 Betriebsarten
- Public, Private und Hybrid Cloud
- Ihre Daten
- und die Zugriffsrechte bleiben auch in der Cloud Ihre Aufgabe
Wovon die Rede ist
Die Cloud ist ein Rechenzentrum mit besserem Namen
Hinter der Wolke stehen ganz gewöhnliche Server in einem Gebäude, nur gehören sie nicht Ihnen. Sie greifen über das Internet darauf zu, vom Büro, vom Homeoffice oder vom Kundentermin aus. Eine Software für den Server im eigenen Keller heißt dagegen On-Premise.
Im Alltag eines Dienstleisters sieht das so aus: Die Müller Consulting GmbH hat früher einen Server im Technikraum betrieben, samt Backup-Band und einem Mitarbeiter, der sich nebenbei darum kümmerte. Heute melden sich alle im Browser an, und Updates kommen, ohne dass jemand am Wochenende im Büro sitzt.
Das gilt für Software, es gibt aber auch Speicher und Rechenleistung aus der Cloud. Den Unterschied zeigt der nächste Abschnitt.
Servicemodelle
Je weiter unten, desto weniger betreiben Sie selbst
Ein Anwendungsstapel hat fünf Schichten. Die Balken zeigen vereinfacht, wie viele davon bei Ihnen liegen. In der Praxis sind die Grenzen etwas fließender.
Eigener Server
IaaS
PaaS
SaaS
Die Schichten von unten: Rechenzentrum, Server, Betriebssystem, Laufzeit, Anwendung. Bei IaaS liefert der Anbieter die unteren zwei, bei PaaS die unteren vier, bei SaaS alle. Nicht ausgelagert ist in jedem Modell Ihr Umgang mit den Daten: wer Zugriff bekommt, welche Passwörter gelten und was ein ausgeschiedener Mitarbeiter noch sehen darf.
Public, Private, Hybrid
Wo die Cloud steht und wer sie mitbenutzt
Für die Frage, ob eine Software zu Ihnen passt, ist die Betriebsart oft weniger wichtig als der Standort der Daten und die Verträge.
| Art | Was es ist | Typischer Fall |
|---|---|---|
| Public Cloud | Die Infrastruktur teilen sich viele Kunden, logisch voneinander getrennt | Die meisten SaaS-Programme für den Mittelstand |
| Private Cloud | Die Umgebung ist nur für ein Unternehmen reserviert | Besondere Anforderungen, höherer Aufwand |
| Hybrid Cloud | Ein Teil läuft im eigenen Haus, ein Teil beim Anbieter | Alte Fachanwendung bleibt vor Ort, der Rest zieht um |
Wo Ihre Daten tatsächlich liegen, ist eine Frage, die der Anbieter beantworten muss, und zwar mit Ort und Rechenzentrum, nicht mit „in Europa“.
Ehrlich abgewogen
Was die Cloud bringt und was sie kostet
Das spricht dafür
- Kein eigener Server, keine Hardware-Ersatzteile, keine Updates am Wochenende
- Zugriff von überall, was bei mehreren Standorten und Homeoffice zählt
- Der Anbieter kümmert sich um Betrieb und Backup, das Fachwissen liegt dort
- Sie können mit wenigen Nutzern anfangen und wachsen
Das sollten Sie wissen
- Ohne Internet läuft nichts. Ein Offline-Betrieb ist bei vielen Anbietern nicht vorgesehen
- Sie sind vom Anbieter abhängig, auch bei Preisen und Funktionsumfang
- Anpassungen sind enger begrenzt als bei einer Eigenentwicklung
- Die Kosten laufen als Miete weiter, statt einmal anzufallen
Vor der Entscheidung
Sechs Fragen, die ein Anbieter beantworten können sollte
Wo liegen die Daten?
Welches Rechenzentrum, in welchem Land, und wer hat Zugriff? Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist bei personenbezogenen Daten in aller Regel nötig.
Was ist zertifiziert?
Fragen Sie genau nach: das Rechenzentrum, der Betrieb oder das Unternehmen? Das sind drei verschiedene Aussagen.
Was gilt bei einem Ausfall?
Lassen Sie sich nicht von einer Prozentzahl beeindrucken, sondern zeigen Sie sich den Vertrag. Was ist zugesagt, was nur angestrebt?
Wie läuft die Sicherung?
Wie oft, wie lange aufbewahrt, und wann wurde zuletzt eine Wiederherstellung getestet?
Komme ich an meine Daten heran?
Gibt es einen Export in einem normalen Format, und was passiert nach Vertragsende?
Wer ist erreichbar?
Ein Ansprechpartner mit Namen ist mehr wert als ein Ticketformular.
In teamspace
teamspace ist Cloud-Software, mit Standort Frankfurt
teamspace läuft im Browser und lässt sich auf Smartphone und Tablet als PWA ablegen. Eine native App und einen Offline-Modus gibt es nicht.
- Standort: Hosting in Frankfurt am Main, in zwei georedundanten Rechenzentren, die ISO-27001-zertifiziert sind. Die Daten werden ausschließlich in der EU verarbeitet. Zertifiziert ist das Rechenzentrum, nicht teamspace selbst.
- Sicherung: Tägliche Backups, aufbewahrt 7 Tage, 4 Wochen und 3 Monate. Ein AVV steht zur Verfügung.
- Datenzugriff: Bei Vertragsende gibt es einen vollständigen Export in Standardformaten, danach eine Karenzzeit von 90 Tagen.
Häufige Fragen
Was bedeutet SaaS?
Was ist der Unterschied zwischen Cloud und On-Premise?
Ist Cloud-Software sicherer als ein eigener Server?
Was ist eine Cloud-Anwendung?
Gehören meine Daten in der Cloud noch mir?
Kann ich Cloud-Software ohne Internet nutzen?
Passt dazu
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Wissen, wo Ihre Daten liegen werden?
Wir zeigen Ihnen, wie teamspace betrieben wird und was sich daraus für Ihren Alltag ergibt. Ob das zu Ihrem Haus passt, besprechen wir offen.
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