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CRM: erst die Beziehung, dann die Software

Hinter der Abkürzung steckt ein Gedanke, kein Programm: Wer mit einem Kunden spricht, soll wissen, was die Kollegin ihm letzte Woche versprochen hat. Die Software hilft dabei, ersetzt aber nicht die Gewohnheit, Dinge festzuhalten.

6 Minuten Lesezeit Stand:

Kurz erklärt

Was ist CRM?

CRM steht für Customer Relationship Management, auf Deutsch Kundenbeziehungsmanagement. Gemeint ist, alle Kontakte, Gespräche und Vorgänge mit Kunden und Interessenten an einer Stelle festzuhalten, damit jeder im Unternehmen denselben Stand kennt. Ein CRM-System ist die Software, in der diese Daten liegen.

3 Bedeutungen
Haltung, Vorgehen und Software werden alle CRM genannt
3 Arten
operativ, analytisch und kollaborativ
Schätzung
bleibt jede Abschlusswahrscheinlichkeit, auch in der Software

Ein Wort, drei Dinge

Warum jeder unter CRM etwas anderes versteht

Eine Haltung

Kundenbeziehungen sind ein Vermögenswert und kein Zufall. Wer das so sieht, plant Kontakte und lässt Anfragen nicht liegen.

Ein Vorgehen

Es gibt feste Abläufe: wer eine Anfrage bekommt, wer nachfasst, wann ein Angebot als verloren gilt. Das geht auch auf Papier.

Eine Software

Das CRM-System speichert Kunden, Ansprechpartner, Gespräche und Termine zentral und macht sie für alle auffindbar.

Einteilung

Operativ, analytisch, kollaborativ

Die Einteilung stammt aus der Fachliteratur. Gute Systeme mischen die drei, die Schwerpunkte unterscheiden sich aber.

ArtKümmert sich umBeispiel aus dem Alltag
OperativTägliche Arbeit mit Kunden und InteressentenAnruf notieren, Wiedervorlage setzen, Angebot nachfassen
AnalytischAuswertung der gesammelten DatenWelche Kunden bringen Umsatz, wo bricht der Trichter ein?
KollaborativAbstimmung zwischen AbteilungenSupport sieht, was der Vertrieb zugesagt hat, und umgekehrt

Ein Beispiel

Was eine Pipeline wirklich wert ist

Die Müller Consulting GmbH führt ihre offenen Chancen in Phasen. Jede Phase hat eine geschätzte Wahrscheinlichkeit, mit der aus der Chance ein Auftrag wird. Die gewichtete Summe ist die Prognose: 12.000 + 32.000 + 35.000 = 79.000 €, nicht die 250.000 €, die in der Liste stehen.

PhaseChancenWahrscheinlichkeitGewichtet
Erste Anfrage120.000 €10 %12.000 €
Angebot abgegeben80.000 €40 %32.000 €
In Verhandlung50.000 €70 %35.000 €
Zusammen250.000 €79.000 €

Was oft schiefgeht

Ein CRM ist nur so gut wie die Einträge darin

Die Wahrscheinlichkeiten im Beispiel sind Schätzungen, und das gilt auch für jede Software. Ein Programm rechnet nur aus, was Menschen eingetragen haben. Wenn eine Einführung nicht trägt, liegt es selten an der Technik, sondern meist daran, dass nach einigen Monaten niemand mehr die Gespräche einträgt.

Halten Sie deshalb die Pflichtfelder knapp, bestimmen Sie eine Person für die Datenpflege, und fangen Sie mit einem Team an. Altbestände aus Excel und Outlook übernehmen Sie einmal und räumen vorher auf.

Kontaktdaten sind personenbezogene Daten. Sie brauchen für die Speicherung einen Grund, müssen Auskunft geben können und die Daten irgendwann wieder löschen. Prüfen Sie, ob das System dafür Berechtigungen und Löschfristen kennt.

Ehrlich gesagt

Wann eine Tabelle noch reicht

Das reicht oft ohne System

  • Ein oder zwei Personen pflegen die Kundendaten allein
  • Es gibt wenige, dafür langjährige Kunden und kaum neue Anfragen
  • Niemand sonst muss wissen, was besprochen wurde

Dann wird es eng

Spätestens wenn Wissen über Kunden in Köpfen und Postfächern steckt, fehlt das gemeinsame Gedächtnis.

  • Mehrere Kollegen sprechen mit denselben Kunden
  • Angebote werden nicht nachgefasst, weil keiner den Überblick hat
  • Beim Ausscheiden einer Person geht Wissen verloren
  • Sie wissen nicht, was ein Kunde über das Jahr eingebracht hat

In teamspace

Kunden, Kontakte und Vorgänge in einer Akte

Das CRM in teamspace ordnet alles in Organisationen, Kontakten und Vorgängen. Aus den Vorgängen entsteht die Historie eines Kunden.

  • Wiedervorlagen: Ein offener Vorgang wird zur Erinnerung, sobald sein Plan-Datum erreicht ist.
  • Zeitleiste: Kontakte, Tickets, Mails, Projekte, Belege und Dateien eines Kunden sind in einer Ansicht gesammelt und filterbar.
  • Trichter mit Prognose: Chancen mit Phase, Wahrscheinlichkeit und Zielwert gibt es ab Edition enterprise. Die Wahrscheinlichkeit tragen Sie selbst ein.
Kundenakte einer Organisation in teamspace mit Zeitleiste der Kontakte und Vorgänge.

Häufige Fragen

Was bedeutet CRM auf Deutsch?
Kundenbeziehungsmanagement, ausgeschrieben Customer Relationship Management. Gemeint ist die systematische Pflege von Kundenbeziehungen, meist mit einer Software, in der alle Kontakte und Vorgänge liegen.
Was ist ein CRM-System?
Eine Software, die Kunden, Ansprechpartner, Gespräche, Aufgaben und Angebote an einer Stelle speichert. Das System erinnert an Nachfass-Termine und liefert Auswertungen, etwa wie viele Chancen in der Pipeline sind.
Was ist der Unterschied zwischen CRM und ERP?
Ein CRM kümmert sich um Beziehungen vor und neben dem Auftrag, also um Kontakte, Anfragen und Angebote. Ein ERP bildet die Abläufe im Unternehmen ab, etwa Projekte, Abrechnung und Buchhaltung. Beide überschneiden sich bei Angeboten und Kundendaten.
Brauche ich als kleines Unternehmen ein CRM?
Nicht zwingend. Solange eine Person die Kunden allein betreut, genügt oft eine gepflegte Tabelle. Sobald mehrere Kollegen mit denselben Kunden sprechen, lohnt sich ein gemeinsames System.
Was kann ein CRM-System, was Excel nicht kann?
Es erinnert an Wiedervorlagen, zeigt allen den gleichen Stand, verknüpft Kontakte mit Mails, Angeboten und Projekten und regelt, wer was sehen darf. In einer Tabelle ist das alles Handarbeit.
Ist ein CRM-System DSGVO-konform?
Ein System kann Funktionen dafür bieten, etwa Berechtigungen und Löschfristen. Konform wird es erst durch Ihren Umgang damit: Rechtsgrundlage, Auskunft, Löschung. Klären Sie das mit Ihrer Datenschutzbeauftragten.

Nächster Schritt

Wissen, was Ihr Team mit einem Kunden besprochen hat?

Wir zeigen Ihnen, wie Kunden, Vorgänge und Wiedervorlagen in teamspace zusammenlaufen. Ob das zu Ihrem Vertrieb passt, besprechen wir offen.

30 Minuten, kostenlos, mit jemandem aus unserem Team in Darmstadt