Fortschritt zählt, nicht Verbrauch
- Der Fertigstellungswert misst, was tatsächlich geleistet wurde.
- Volle Stunden bei halbem Fortschritt fallen sofort auf.
- Keine Schönfärberei durch reine Aufwandszahlen.
Die Earned-Value-Analyse misst ein Projekt auf drei Achsen: geplanter Wert, geleisteter Wert und Istkosten. teamspace ermittelt daraus Plan- und Kostenabweichung, die Zeit- und Kosten-Effizienz und rechnet den Projektrest hoch, lange bevor ein reiner Plan-Ist-Vergleich die Drift zeigt. Teil des Projektmanagements, ohne Modul-Aufpreis.
Warum drei Werte
Ein Projekt kann jede geplante Stunde im Plan verbrauchen und trotzdem in Schwierigkeiten stecken, wenn der Fortschritt zurückbleibt. Die Earned-Value-Analyse misst deshalb nicht den Verbrauch, sondern den geleisteten Wert.
Methode
Eine Earned-Value-Analyse (EVA, auch Leistungswertanalyse) stellt zu jedem Stichtag drei Größen nebeneinander: den geplanten Wert, den geleisteten Wert und die Istkosten. Erst aus dem Verhältnis dieser drei entsteht eine Aussage über Termin und Budget, die der bloße Stundenstand nicht liefert.
Der Wert der Leistung, die zum Stichtag fällig wäre, die Plankosten als Baseline.
Der bis zum Stichtag geleistete Wert, zu Planpreisen bewertet. Misst Fortschritt, nicht Verbrauch.
Die tatsächlich angefallenen Kosten. Ihr Abstand zum Fertigstellungswert zeigt die Kostenlage.
Der Dreh- und Angelpunkt
Der Fertigstellungswert steht in der Mitte. Gegen den geplanten Wert gelesen ergibt er die Termin-Diagnose, gegen die Istkosten gelesen die Kosten-Diagnose. Derselbe Wert, zwei Blickrichtungen.
Geplanter Wert
zum Stichtag
Fertigstellungswert
geleistet
Planabweichung
− 34 k €
Zeit-Effizienz
0,74
Istkosten
angefallen
Fertigstellungswert
geleistet
Kostenabweichung
− 8 k €
Kosten-Effizienz
0,92
Ein Wert, zwei Diagnosen: derselbe Fertigstellungswert sagt Termin und Kosten in einem Stichtag.
So zeigt es teamspace
teamspace zeigt die Earned-Value-Größen nicht in einem separaten Diagramm, sondern direkt in der Projektliste, neben Plan- und Ist-Stunden und dem Deckungsbeitrag. Pro Projekt eine Zeile, alle Werte nebeneinander, auch über Dutzende Projekte hinweg auf einen Blick scannbar.
Geplante Stunden gegen tatsächlich erfasste, direkt neben den verrechenbaren Zeiten, damit Verbrauch und Wert auf einer Zeile liegen.
Der prozentuale Projektfortschritt mal Planbudget ergibt den Fertigstellungswert. Beispiel: 55 Prozent Fortschritt auf 660 Plan-Stunden ergeben 363 Stunden geleisteten Wert.
Plan- und Kostenabweichung farbig: rot bei Verzug, grün bei Vorsprung. Ein Blick auf die Zeile, kein Drill-Down nötig.
Gruppierbar nach Projekttyp, Kunde, Phase oder Verantwortlichem. Summen pro Gruppe und gesamt, Export als CSV oder Excel für eigene Auswertungen.
Zum Nachrechnen
Phasen und Arbeitspakete mit geplanten Stunden und Kosten. Aus der zeitlichen Verteilung ergibt sich der geplante Wert pro Stichtag.
Pro Arbeitspaket halten Sie den Fortschritt in Prozent fest. Der Fortschritt übergeordneter Elemente errechnet sich daraus automatisch.
Gebuchte Stunden, Reisekosten und Material pro Arbeitspaket ergeben die Istkosten, dieselben Zahlen wie für Abrechnung und Deckungsbeitrag.
teamspace ermittelt Plan- und Kostenabweichung sowie die Zeit- und Kosten-Effizienz, tagesaktuell mit jeder neuen Buchung.
Bleibt die bisherige Performance stabil, rechnet teamspace daraus den Endaufwand und die Endkosten hoch. Frühwarnung bei Drift.
„Die Zeiterfassung ist wesentlich einfacher und komfortabler als in Excel."
| Funktion | Plan-Ist-Vergleich | Earned Value |
|---|---|---|
| Verbrauchte gegen geplante Stunden | ✓ | ✓ |
| Projektfortschritt berücksichtigt | - | ✓ |
| Zeit-Effizienz als Index | - | ✓ |
| Kosten-Effizienz als Index | - | ✓ |
| Projektrest hochgerechnet | - | ✓ |
| Frühwarnung vor dem Monatsabschluss | - | ✓ |
| Projektprotokoll bei Status-Änderung | - | ✓ |
Frühindikatoren
Zwei Verhältniszahlen machen die Lage greifbar. Die Zeit-Effizienz setzt den geleisteten Wert ins Verhältnis zum geplanten Wert, international als Schedule Performance Index (SPI) bekannt. Die Kosten-Effizienz setzt ihn ins Verhältnis zu den Istkosten, der Cost Performance Index (CPI).
Über 1 heißt schneller oder günstiger als geplant, unter 1 heißt langsamer oder teurer. Werte unter 0,9 sind ein klares Eskalationssignal: ein Projekt mit 0,82 und 0,88 ist nicht leicht hinter dem Plan, sondern landet ohne Gegensteuern deutlich über Budget.
20 Minuten
In 20 Minuten besprechen wir Ihre Projektgrößen, Ihre Fortschritts-Logik und die Stellen, an denen eine Leistungswertanalyse für Sie trägt. Sie bekommen ein klares Erst-Feedback, ob teamspace zu Ihrem Setup passt.
Forecast
Wer am Stichtag sieht, dass die Kosten-Effizienz unter 1 liegt, kann den Endstand ausrechnen, statt ihn zu hoffen. teamspace führt die bisherige Effizienz auf das Restbudget fort und nennt den erwarteten Endbetrag, international als Estimate at Completion (EAC) bekannt. Aus dem Abstand zum geplanten Budget wird sichtbar, wie viel Gegensteuern das Projekt noch braucht.
So lässt sich früh sagen, ob ein Projekt im Zeit- und Kostenrahmen landet. „Wir holen das auf" ist meistens nicht die Realität, und die Hochrechnung zeigt es, bevor die Phase zu Ende ist.
Im Überblick
Aus drei erfassten Werten entstehen die Größen, mit denen sich ein Projekt steuern lässt, statt es nur zu beschreiben.
Basiswerte: Plan, Fertigstellungswert, Ist
Abweichungen: Plan und Kosten
Effizienzen: Zeit und Kosten
Hochgerechneter Projektrest
Was die Auswertung liefert
Drei Auswertungs-Größen bauen aufeinander auf: erst die Differenz, dann das Verhältnis, dann die Vorausschau auf das Projektende.
Abweichung
Die Differenz zwischen geleistetem Wert und Plan, und zwischen geleistetem Wert und Ist.
Effizienz
Das Verhältnis statt der Differenz, als Index, der über Projekte hinweg vergleichbar bleibt.
Hochrechnung
Aus der bisherigen Performance der wahrscheinliche Endstand, statt aus dem Bauch geschätzt.
Fortschritt messen
Der Fertigstellungswert steht und fällt mit einer ehrlichen Fortschrittsangabe. In teamspace tragen Sie den Fortschritt pro Arbeitspaket in Prozent ein; der Stand der Phase und des Projekts errechnet sich daraus automatisch.
Wie Sie den Prozentwert je Arbeitspaket bestimmen, bleibt Ihrem Projekt überlassen: nach Zeitanteil, nach erreichten Meilensteinen oder als Einschätzung der Bearbeitenden. Für kritische Liefergegenstände zählt der Wert oft erst beim vollständigen Abschluss, für laufende Arbeit der anteilige Stand.
Mehr aus dem Projektmanagement
Die Earned-Value-Analyse teilt ihre Daten mit diesen Bereichen, ohne dass jemand etwas doppelt pflegt.
Plan, Ist und Forecast tagesaktuell, mit Deckungsbeitrag und Warnstufen.
Mehr erfahrenPhasen und Arbeitspakete als Anker, an denen Plan und Fortschritt hängen.
Mehr erfahrenEffizienz und Forecast über viele Projekte parallel im Blick.
Mehr erfahrenAuslastung pro Person und Team, Forecast bis zum Quartalsende.
Mehr erfahrenAus geprüften Stunden wird die Rechnung, Festpreis und Aufwand nebeneinander.
Mehr erfahrenZeit auf Phase oder Aufgabe buchen, die Quelle der Istkosten.
Mehr erfahrenTeil des Projektmanagements
Plan, geleisteter Wert und Istkosten sind kein Zusatzmodul, sondern eine Sicht auf die Projekte, die Sie in teamspace ohnehin führen. Vom Projektstrukturplan über die Zeiterfassung bis zum Controlling, auf einer Datenbasis.
Projektmanagement ansehenEinordnung
Eine Earned-Value-Analyse trägt dort, wo Projekte lange laufen und der Fortschritt planbar ist. Sie ist Aufwand, und der lohnt sich nicht für jedes Mandat. Typisch wertvoll ist sie bei Projekten ab etwa sechs Monaten Laufzeit, bei einem Festpreis-Anteil, bei dem die Marge an der Aufwandsdisziplin hängt, und bei strategisch wichtigen Vorhaben, bei denen eine frühe Eskalation zählt. In reguliertem Umfeld, etwa im Anlagenbau, ist sie oft ohnehin Vertragsbestandteil.
Für kurze, agile Sprints reicht meist ein einfacher Burndown, für ein Tages-Workshop-Mandat wäre die Methode Overhead. Wo sie passt, zahlt sich noch ein zweiter Punkt aus: Weil teamspace jede Plan-Anpassung und jede Status-Änderung im Projektprotokoll festhält, lässt sich der Stand zu einem früheren Stichtag jederzeit nachvollziehen. Bei späterem Streit in Festpreis-Verträgen oder bei einem externen Audit ist genau das die Reproduzierbarkeit, auf die es ankommt.
Verwandte Module
Die Leistungswertanalyse lebt von den Daten der Stunde, der Rechnung und des Auftrags. Hier die kürzesten Wege dorthin.
Gebuchte Stunden sind die Istkosten, auf denen Effizienz und Forecast rechnen.
Aus denselben geprüften Stunden entsteht die Rechnung, Festpreis und Aufwand nebeneinander.
Aus dem angenommenen Angebot entsteht das Projekt, das die Analyse später misst.
Termin
Sie zeigen uns Ihre Projektgrößen und Ihre Fortschritts-Logik, wir zeigen, wie teamspace daraus Abweichung, Effizienz und einen belastbaren Forecast macht.